Unternehmen / Gesundheit

«Lonza braucht Zeit zum Aufräumen»

Lonza-Chef Richard Ridinger möchte die Pharmazulieferin in anderen Märkten positionieren und setzt auf die Pipeline von Roche, erklärt er im Interview mit «Finanz und Wirtschaft».

Richard Ridinger hat Lonza im vergangenen Jahr in einem kritischen Zustand übernommen. Investoren bemängelten, die Gesellschaft habe Markttrends verschlafen. Die teure Übernahme von Arch Chemicals liess die Verschuldung auf 2,6 Mrd. $ steigen. Im Gespräch mit FuW erläutert Ridinger, wie er das Unternehmen restrukturieren will und wieso die Pipeline von Roche viele Chancen für den Standort Visp bietet.

Herr Ridinger, Sie peilen für Lonza in ­diesem Jahr ein Ebit-Wachstum von 10% an. Von Analysten wurde diese Prognose als zu konservativ kritisiert. Verkauft sich Lonza hier unter Wert?
Lonza befindet sich mitten in der Restrukturierung. Viele Verbesserungsprojekte laufen. Gleichzeitig überprüfen wir unsere Standorte und verkleinern die Adminis­tration. Das verursacht Kosten. Die Projektinvestitionen werden zudem noch nicht im ersten Jahr als Ebit-Wachstum zurückfliessen. In den nächsten achtzehn Monaten wird es daher holprig. Aber ich werde diese Programme nicht einfach stoppen, nur um Jahresergebnisse zu optimieren. Unsere mittelfristigen Ziele bleiben bestehen, und natürlich wollen wir 2013 besser abschliessen als im Vorjahr.

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