Unternehmen / Konsum

L’Oréal-CEO bereit für Kauf eigener Aktien

Eine Zukunft ohne Nestlé: In einem Interview spricht der Chef des französischen Kosmetikkonzerns über das Szenario vom Ausstieg Nestlés.

(AWP) Beim französischen Kosmetikkonzern L’Oréal macht man sich Gedanken darüber, was wäre, wenn die Grossaktionärin Nestlé (NESN 81.48 0.27%) ihr 23%-schweres Aktienpaket abstossen würde. Auf die Frage, ob L’Oréal dazu bereit wäre, das 22,6 Mrd. € teure Paket aufzukaufen, sagte CEO Jean-Paul Agon in einem Interview mit der «Financial Times»: «Ja, natürlich.»

L’Oréal habe finanzielle Ressourcen für einen allfälligen Kauf, so der CEO in der Freitagsausgabe der «FT» weiter. Die Gruppe verfüge über Barmittel, über die Beteiligung an Sanofi und sei überdies finanziell solide aufgestellt. Dabei verwies Agon auf die 9%-Beteiligung an Sanofi, die einen Wert von rund 7,6 Mrd. € hat, während sich der Cashbestand auf 1,87 Mrd. beläuft.

Nestlé hatte zuletzt im September 2017 an einem Investorentag bekräftigt, dass man an der L’Oréal-Beteiligung festhalten wolle. Das sei bisher für Nestlé ein phantastisches Investment gewesen, hielt CEO Mark Schneider damals fest. Spekulationen über einen möglichen Verkauf gibt es immer wieder; zuletzt wurden sie angeheizt durch den Einstieg des US-Investors Daniel Loeb mit seinem Hedgefond Third Point, der auf einen Verkauf des Pakets durch Nestlé drängt.

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