Unternehmen / Konsum

L’Oréal muss Weichen stellen

Der neue CEO trifft auf ein gut bestelltes Unternehmen. Das frühere Tempo wiederzuerlangen, ist anspruchsvoll.

Dynamisch und kontrastreich. So hat Jean-Paul Agon, scheidender Directeur Général von L’Oréal, den Kosmetikmarkt 2018 charakterisiert. Die Kontraste sind geblieben, im Pan­demiejahr ist ihm aber die Dynamik ­abhandengekommen. Dem neuen CEO Nicolas Hieronimus fällt die Aufgabe zu, die Marktführerschaft von L’Oréal für ­stärkeres Wachstum zu nutzen.

Hieronimus, bisher die Nummer zwei hinter Agon, kennt den Konzern in- und auswendig. Der 57-Jährige ist seit 1987 bei L’Oréal. Sein Weg führte ihn vom Marketingdirektor von Laboratoires Garnier über mehrere Ländergesellschaften und L’Oréal Paris 2008 an die Spitze der Division Professional Products. Unter seiner Leitung ist L’Oréal Luxe seit 2011 zum zweitgrössten und wachstumsstärksten Umsatzpfeiler des Konzerns herangewachsen. Anfang Mai übernimmt Hieronimus das Zepter von Jean-Paul Agon, der sich auf den VR-Vorsitz zurückzieht.

Vorteile Luxe und Asien

Den internen Spitzenrang musste die Luxussparte im Verlauf der Pandemie an ­Active Cosmetics abgeben. Im dritten Quartal, als konzernweit bereits wieder ein Umsatzplus resultierte, ging der Umsatz mit den teuren Pflege- und Kos­metikprodukten nochmals zurück. Doch dürfte dies ein vorübergehendes Phä­nomen bleiben, denn L’Oréal ist in der für den globalen Markt wichtigsten Kategorie gut aufgestellt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?