Unternehmen / Finanz

Luftbuchungen in CS-Fonds

Hinter gewissen Anlagen der Lieferkettenfonds der Schweizer Grossbank stehen gar keine Lieferungen oder Leistungen.

In der Greensill-Affäre tun sich Abgründe auf. Die Lieferkettenfinanzierungs-Fonds der Credit Suisse enthalten Forderungen, hinter denen keinerlei Lieferungen und Leistungen stehen. Eine CS-Sprecherin konnte die Frage, seit wann die Bank davon gewusst habe, nicht beantworten.

Verkauft hat CS die Fonds als sicher wie Bargeld. Nun aber heisst es in ihrem Geschäftsbericht 2020, der diese Woche veröffentlicht worden ist: «The assets held by the supply chain finance funds, largely consisting of notes backed by existing and future receivables…» Gemäss einem Bloomberg-Beitrag handelt es sich bei «Future Receivables» um Forderungen, hinter denen keine Lieferung, ja nicht einmal eine Kundenbeziehung steht. Diese Forderungen wurden immer wieder neu aufgelegt und waren damit langfristiger Natur. Langfristige unbesicherte Forderungen als kurzfristig und besichert anzupreisen, kann nicht gutgehen.

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