Unternehmen / Ausland

Lyft und Airbnb in den roten Zahlen

Sowohl der US-Mitfahrdienst als auch die Zimmervermittlungs-Plattform haben Verluste eingefahren.

(Reuters) Der US-Mitfahrdienst Lyft (LYFT 31.82 -0.56%) ist im abgelaufenen Quartal weiter in die roten Zahlen gerutscht. Der Uber-Konkurrent wies in den vergangenen drei Monaten einen Nettoverlust von 356 Mio. $ aus. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum auf 1,02 Mio. $ und liegt über den Schätzungen von Analysten, die nach IBES-Daten von Refinitiv 984 Mio. erwarteten.

Lyft Finanzchef Brian Roberts sagte in einem Interview mit Reuters am Dienstag, 2020 schaffe die Grundlage für «mehr dauerhaftes Wachstum» im Jahr 2021 und darüber hinaus. Das Unternehmen plane, sich auf profitables Wachstum zu konzentrieren und Rabattcodes und Vergünstigungen, mit denen Kunden angelockt werden, nach und nach einzustellen. «Wir wollen bei Innovation, Kundenerfahrung und Markenreputation gewinnen, nicht bei Coupons oder Rabatten», sagte Roberts. Die Gesamtkosten stiegen 2019 auf 6,3 Mrd. $.

Lyft prognostiziert für 2020 ein langsameres Wachstum, da die Zahl der neuen Fahrer in der zweiten Jahreshälfte 2019 stagnierte, was die Anleger enttäuschte und die Aktien im nachbörslichen Handel um 3,7% nach unten schickte. Für das erste Quartal erwartet Lyft einen Umsatz zwischen 1,05 und 1,06 Mrd. $. Trotzdem wolle man bis Ende 2021 auf bereinigter Basis Profitabilität erzielen, gab das Unternehmen an. Das Unternehmen hatte erst vor kurzem den Sprung an die New Yorker Börse gewagt.

Airbnb leidet unter höherer Kosten

Wie Lyft ist auch die Zimmervermittlungs-Plattform Airbnb ins Minus gerutscht. Dies berichtet das «Wall Street Journal» am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Unter dem Strich habe wegen deutlich höherer Kosten in den ersten neun Monaten 2019 ein Verlust von 322 Mio. $ gestanden. Im Vorjahr hatte das US-Unternehmen noch einen Gewinn von 200 Mio. $ verbucht.

Airbnb strebt nach früheren Angaben einen Börsengang an. Einem Datenanbieter zufolge ist das Unternehmen rund 31 Mrd. $ wert. Dem «Wall Street Journal» zufolge könnte sich der Börsengang jedoch wegen des Coronavirus in China verschieben. Die Volksrepublik ist der wichtigeste Wachstumsmarkt für die Zimmervermittlungs-Plattform. Ein Gang auf das Börsenparkett sei im dritten Quartal oder später wahrscheinlich, schreibt das Blatt.