Märkte / Makro

Märkte hoffen auf Fiskalschub aus Berlin

Obwohl die Bundesregierung seit Jahren eine expansive Budgetpolitik verfolgt, setzen Anleger, Notenbanker und die deutsche Industrie auf höhere Ausgaben.

Deutschland wird oft genannt, wenn es darum geht, dass Regierungen den Abschwung in Europa abfedern sollten. Anleger oder auch die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) bis hin zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) fordern es seit Monaten: Regierungen wie die in Berlin sollten ihren Spielraum im Budget ausnutzen, indem sie Ausgaben erhöhen oder Steuern senken.

Im Gegensatz zur US-Wirtschaft, die noch vom Milliardenausgabenprogramm aus dem Jahr 2018 profitiert, schwächelt Europa bereits markant – angeführt von Deutschland (vgl. Kasten). EZB-Präsident Mario Draghi sagte nach der Ratssitzung vor zwei Wochen: «Es herrschte Einstimmigkeit darüber, dass die Fiskalpolitik das Hauptinstrument sein sollte, um die Nachfrage effektiv zu steigern.» Dem Rat gehören zwei deutsche Vertreter an.

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