Märkte / Makro

Die Märkte stehen vor einer Weichenstellung

Mit der abnehmenden Wirksamkeit der Geldpolitik verschiebt sich der Fokus auf fiskalpolitische Massnahmen. Die Anleger sind nicht darauf vorbereitet.

Die Grenzen der Geldpolitik sind langsam, aber sicher erreicht. Seit dem Untergang der Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 zogen die Zentralbanken weltweit alle Register, um eine Wiederholung der Ereignisse wie während der Grossen Depression der Dreissigerjahre zu verhindern. Seither zählten die Strategen von Bank of America Merrill Lynch (BofAML) weltweit insgesamt 667 Zinssenkungen, die durch diverse Wertschriftenkaufprogramme ergänzt wurden. Zuletzt hat die Bank of England ihre Massnahmen ausgeweitet.

Doch die Wirkung der Medizin lässt nach: einer immer höheren Dosis an geldpolitischen Stimuli steht ein zusehends geringerer Nutzen in der Realwirtschaft gegenüber. Oder es machen sich gar unerwünschte Nebeneffekte bemerkbar, wie bei den Negativzinsen, die anstatt den Konsum zu beflügeln die Sparneigung in der Bevölkerung noch akzentuierten.

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