Märkte / Makro

Mageres Wachstum in den USA

Die amerikanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal weniger gewachsen als bislang angenommen. Auch die Nachfrage nach dauerhaften Gütern ist überraschend stark gefallen.

«Stolpert Präsident Obama über die schwache Wirtschaft?», fragten am Mittwoch die Analysten der Commerzbank in einem Bericht. Als ob sie die enttäuschenden Zahlen von heute geahnt hätten. Das Weisse Haus wird mit Schrecken zur Kenntnis nehmen, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal nur 1,3% gewachsen ist statt wie bislang angenommen 1,7%. Auch die Ökonomen hatten nicht damit gerechnet, dass die dritte und letzte Lesung des Bruttoinlandprodukts noch nach unten revidiert wird. Zum Jahresanfang war das Wirtschaftswachstum mit 2% spürbar robuster.

Als Grund für die starke Korrektur nennt das Büro für Wirtschaftsanalysen einen kräftigen Rückgang bei den Investitionen. Alle drei Akteure – Unternehmen, Haushalte und der Staat – hätten weniger investiert als noch im Vorquartal. Erstaunlich robust ist dagegen der Export. Obwohl sich auch im Ausland die Konjunktur grösstenteils abgekühlt hat, konnten die USA mehr ausführen als zuvor.

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