Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Corporate Governance
Unternehmen / Schweiz

Managerlöhne spüren die Krise nicht mehr

Die Pandemie hat nur die Saläre von wenigen Managern gedrückt. Sonst gilt: weiter wie bisher.

Während der ersten Pandemiewelle im Frühjahr 2020 haben etliche namhafte Unternehmen Lohnkürzungen für ihre Topmanager angekündigt. Als einer der Ersten verzichtete ABB-CEO Björn Rosengren auf ein Zehntel seiner Vergütung. Bei Adecco, Ems-Chemie und Georg Fischer gaben sowohl Geschäftsleitung wie Verwaltungsrat (VR) 10 bis 20% ihrer fixen Saläre ab. Eric Born, Chef des Flughafen-Dienstleisters Swissport verzichtete vorübergehend gar auf die Hälfte.

Doch diese Manager waren eher die Ausnahme. Wie aus einer Umfrage des Vergütungsberaters HCM International hervorgeht, haben wegen der Covid-Krise lediglich 11% der befragten 112 Konzerne Lohnkürzungen für ihre Topmanager vorgenommen. Die grosse Mehrheit hat salärmässig keinen Verzicht geübt. Wenn die Manager Einbussen in Kauf nahmen, verzichteten Verwaltungsräte im Schnitt auf rund 31% ihres fixen Honorars, Geschäftsleitungsmitglieder auf etwa 18%. Jahresboni oder -prämien und Aktienpläne blieben in den meisten Fällen unangetastet. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?