Märkte / Makro 22:53 - 19.04.2017

Mangel an Arbeitskräften belastet US-Konzerne

Der enger gewordene Arbeitsmarkt führt zu einem Aufwärtsdruck auf die Löhne, heisst es im jüngsten Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed.
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zum Stichwort
Arbeitslosenquote
Prozentualer Anteil der arbeitswilligen Personen ohne Stelle, gemessen als Verhältnis zwischen den Arbeitslosen und der Erwerbsbevölkerung.
Beige Book
Achtmal pro Jahr erscheinender Wirtschaftsbericht der US-Notenbank Fed aus den zwölf Notenbankdistrikten der USA, der sich auf Gespräche mit Wirtschaftsvertretern und Unternehmern stützt. Die SNB veröffentlicht im Quartalsheft eine vergleichbare Untersuchung.
Fed
US-Zentralbanksystem, dem die zwölf Federal Reserve Banks angeschlossen sind. An der Spitze steht das Direktorium (Board) in Washington, das auch die Mehrheit im Offenmarktausschuss stellt, in dem über die Geldpolitik entschieden wird.
Inflation
Preisanstieg bzw. Geldentwertung. Die Veränderung wird als Inflationsrate angegeben. Veranlasst Notenbanken oft zu einer restriktiven Geldpolitik (hohe Leitzinsen), was Aktien und Obligationen belastet. Gegenteil: Disinflation , Deflation .
Konjunktur
Oft synonym verwendet für die Lage der Gesamtwirtschaft. Die Forschung betont den zyklischen Verlauf des Wirtschaftswachstums (Aufschwung , Hochkonjunktur, Abschwung, Rezession , Depression). Im Englischen wird deshalb auch von Business Cycle gesprochen.
Notenbank
Volkswirtschaftliche Institution, die für die Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld zuständig ist. Gleichzeitig soll sie Geldwertstabilität und je nach Statut Vollbeschäftigung sowie angemessenes Wirtschaftswachstum herstellen. In der Schweiz ist dies die SNB .
Zentralbank
Volkswirtschaftliche Institution, die für die Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld zuständig ist. Gleichzeitig soll sie Geldwertstabilität und je nach Statut Vollbeschäftigung sowie angemessenes Wirtschaftswachstum herstellen. In der Schweiz ist dies die SNB .

(Reuters) Trotz der Erholung der US-Wirtschaft hält sich der Inflationsdruck einer Fed-Umfrage zufolge weiter in Grenzen. Die Preise seien im Zeitraum zwischen Mitte Februar und Ende März leicht gestiegen, ergab die Umfrage der Zentralbank, deren Ergebnisse am Mittwochabend im sogenannten Beige Book veröffentlicht wurden.

Dafür befragen die Notenbanker ihre Kontakte in der Wirtschaft. Demnach erwarten Unternehmen, dass die Preise in den kommenden Monaten leicht bis mittelmässig steigen werden.

Das Fed hat sich zum Ziel gesetzt, in den USA für Vollbeschäftigung zu sorgen und die Teuerungsrate auf 2% klettern zu lassen. Um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden, wollen die Währungshüter die Zinsen in diesem Jahr mehrmals anheben.

Der Konjunkturaufschwung macht sich auch bei der Suche nach Arbeitskräften bemerkbar, wie die Erhebung weiter ergab. So haben viele Unternehmen inzwischen Probleme, selbst Stellen zu besetzen, für die nur eine niedrige Qualifikation nötig ist.

Die US-Arbeitslosenquote ist mit 4,5% auf einem langjährigen Tiefpunkt angelegt. Zudem wächst die Zahl der Stellen schneller als die Bevölkerung im Erwerbsalter. Die Inflation lag zuletzt bei 2,4%.

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