Märkte / Makro

Mariana Mazzucato: Zu unkonventionell für den Nobelpreis

Mariana Mazzucato ist die erste Gewinnerin eines Preises, der unkonventionelle Ideen honoriert. Zugleich berät die Wirtschaftsprofessorin mehrere Regierungen.

«Haben Sie sich je gefragt, warum die kreativen Unternehmen – Sie wissen schon, die wirklich coolen Unternehmen wie Apple, Google, Facebook – aus einem bestimmten Land kommen?», legt die italienisch-amerikanische Ökonomin Mariana Mazzucato bei einem Ted-Talk los. Energisch gestikulierend erläutert sie ihre These zum unternehmerischen Staat. Die 51-Jährige hinterfragt das in der konventionellen ökonomischen Lehre zementierte Schwarz-Weiss-Bild, wonach der Staat sich als Innovationsbremser so weit wie möglich zugunsten privater Akteure aus freien Märkten heraushalten solle. Und liefert Beispiele für Innovationen, die ursprünglich vom Staat angeschoben worden seien: «Denken Sie an das iPhone und daran, was es smart macht. Das Internet, GPS, der Touchscreen – das sind die wirklich revolutionären Elemente des iPhone, und sie sind alle staatsfinanziert», sagt sie und verweist auf vom US-Verteidigungsdepartement finanzierte Forschungsprogramme.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare