Unternehmen / Finanz

Markus Hongler hat sich bei Mobiliar verspekuliert

Die Ambitionen des Ex-Chefs der Versicherung aufs VR-Präsidium werden von den Delegierten gestutzt. Er habe schon genügend Mandate.

Der Plan missglückt. Beim Versicherungsgiganten Zurich Insurance macht Markus Hongler grosse Karriere, bevor er 2011 zur Mobiliar wechselt und dort bis Ende vergangenen Jahres als CEO gute Erfolge erreicht. Doch jetzt stösst er an.

Im Frühling 2022 wollte er im Mobiliar-Verwaltungsrat das Präsidium von Urs Berger übernehmen, der schon auf dem CEO-Posten bis 2010 sein Vorgänger gewesen war. Zwar wählten ihn die hundertfünfzig Delegierten der Mobiliar-Genossenschaft, die das oberste Gremium bilden, neu in den Verwaltungsrat, doch mit einer nur knappen Stimmenmehrheit. Zu vielen von ihnen sind die Ambitionen Honglers suspekt.

Kritik zu spät ernst genommen

Hongler zieht nun seine Präsidentschaftskandidatur zurück, und Berger signalisiert, ein zusätzliches Jahr bis 2023 im Amt zu bleiben. Ein Teil der Delegierten empfinde das Führen zweier Verwaltungsratspräsidien innerhalb der Finanzbranche als kritisch, und dieses Zeichen nähme er sehr ernst, lässt sich Hongler von der Mobiliar-Medienstelle zitieren. Mehr will er dazu auch auf Anfrage hin nicht sagen.

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