Unternehmen / Finanz

Martin Scholl: «Wir sollten nicht schwarzmalen»

Der CEO der Zürcher Kantonalbank, spricht über Strategie und Risikoappetit der ZKB und ortet einen grossen Nachholbedarf des Staates bei der Digitalisierung.

Monica Hegglin und Jan Schwalbe

Herr Scholl, die Pandemie verschärft den Sonderfall Schweiz und verlängert die Negativzinsphase. Inwiefern ist der Negativzins für die ZKB heute noch ein Problem?
In unserem Geschäftsmodell haben wir mit der Diversifikation in die Bereiche Handel und Asset Management eine vernünftige Lösung im Negativzinsumfeld gefunden. Wenn die Situation ungefähr so bleibt, wie sie ist, können wir damit leben.

PostFinance hat ihr Negativzinsregime gegenüber kleineren Kunden verschärft und Gebühren erhöht. Stehen wir vor einer Preisrunde im Bankgeschäft?
Wir denken gegenwärtig nicht über Gebühren nach.

Corona gilt als Treiber von Digitalisierung und neuen Geschäftsmodellen. Die ZKB hat unlängst am Bahnhof Stettbach einen Hybrid aus Kaffeebar und Bankfiliale eröffnet. Kennen Sie nun den Unterschied zwischen einem Flat White und einem Cappuccino?
Der Kaffee ist jedenfalls ausgezeichnet. Stettbach ist die Genius Bar von Apple übertragen auf das Banking, wo Kunden bei der Bedienung der digitalen Instrumente unterstützt werden. Unser bedeutendstes digitales Produkt ist Frankly. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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