Unternehmen / Ausland

Mary Barra: Autofanatikerin mit politischem Gewicht

Die erste Frau an der Spitze eines US-Autokonzerns hat viele Krisen überstanden. Die Herausforderungen von Joe Biden sind mit denen «ihrer» GM verknüpft.

Sie stand ganz oben auf der Liste des frisch gewählten US-Präsidenten: Mary Barra, Chefin von General Motors, traf sich zum Wochenauftakt mit Joe Biden. Thematisiert wurde bei einer Videokonferenz, an der mehrere US-Top-CEO wie etwa Microsofts Sataya Nadella teilnahmen, die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie. Beim Autobauer arbeiten in den USA mehr als 85 000 Menschen – die politische Relevanz geht aber weit über das hinaus.

Bis auf ihre Liebe für schnelle Fahrzeuge dürften sich Barra und Biden in vielen Punkten nicht gerade einig sein. Ein besserer Umweltschutz, ganz oben auf der Prioritätenliste des Demokraten, ist die grosse Herausforderung für die 58-Jährige. Dennoch ist sie wohl erleichtert über den Wahlausgang. Denn mit Donald Trump verbindet die Chefin des fünftgrössten Autobauers der Welt eine schwierige Beziehung: Als sie Ende 2018 mehrere Werke schliessen will und rund 14 000 Arbeiter entlässt, zieht sie die Wut des US-Präsidenten auf sich. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?