Unternehmen / Ausland

Maues Pharmageschäft belastet J&J

Der US-Pharmariese konnte im ersten Quartal nur wenig wachsen. Dank der Actelion-Übernahme bleiben die Prognosen jedoch optimistisch.

(Reuters) Ein verhaltenes Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln bremst den US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (JNJ 126.66 -0.7%). Der Umsatz stieg im ersten Quartal überraschend gering um 1,6% auf 17,77 Mrd. $ zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Ihm setzte vor der Übernahme der Schweizer Biotechfirma Actelion zu, dass sich das Pharmageschäft nicht so stark entwickelte wie erwartet. Während die Erlöse dort nur um 0,8% zulegten, konnte J&J kräftigere Zuwächse mit Medizintechnik und Konsumgütern verbuchen. Der Gewinn des Herstellers von Produkten wie Penaten-Babypflege, o.b.-Tampons und Listerine-Mundwasser ging um 0,8% auf 4,42 Mrd. $ zurück. Dabei machten ihm auch Sonderaufwendungen zu schaffen.

Der US-Konzern steht mit dem 30 Mrd. $ schweren Actelion-Kauf kurz vor dem Abschluss der grössten Pharma-Übernahme in Europa seit 13 Jahren. Der Vollzug der Transaktion wird unverändert für das zweite Quartal erwartet. Wegen des Zukaufs erhöhte J&J seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr.

Leser-Kommentare