Unternehmen / Konsum

MCH braucht erneut frisches Geld

Die Messebetreiberin plant eine weitere Kapitalerhöhung mit Unterstützung des Kantons Basel-Stadt und des Ankeraktionärs James Murdoch.

(AWP)Die MCH Group (MCHN 6.74 -0.88%) plant eine weitere Kapitalerhöhung mit Unterstützung der beiden Hauptaktionäre. Damit soll die Rückzahlung einer Anleihe über 100 Mio. Fr. im kommenden Jahr und die Weiterentwicklung des Unternehmens gesichert werden.

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt beantrage daher dem Kantonsparlament, sich mit bis zu 34 Mio. Fr. an der geplanten Kapitalerhöhung zu beteiligen. Unter dieser Bedingung werde auch der zweite Ankeraktionär James Murdoch bis zu 34 Mio. Fr. in das Unternehmen investieren, teilte der Messebetreiber am Mittwoch mit. Die Kapitalerhöhung soll mit Bezugsrechten für alle Aktionärinnen und Aktionäre durchgeführt werden.

Im Jahr 2020 hatten der Kanton Basel-Stadt und Lupa Systems von Murdoch vereinbart, die Refinanzierung der Anleihe zu gleichen Teilen zu unterstützen, falls das Unternehmen diese nicht selbst refinanzieren könne, heisst es weiter. Dieser sogenannte «Backstop» wird das Wachstum des Unternehmens nach der Pandemie ermöglichen.

Kanton verzichtet auf Geld

Im Weiteren beantrage der Regierungsrat dem Grossen Rat, auf die Rückzahlung des im Jahr 2020 nicht in Eigenkapital gewandelten Restdarlehens von 5,8 Mio. Fr. zu verzichten. Dies sei bereits 2020 in Aussicht gestellt worden und werde nun auch damit begründet, dass die MCH Group auf Grund der staatlichen Beteiligung keinen Anspruch auf Corona-Härtefallgelder des Bundes gehabt habe.

Wenn ein rechtskräftiger Parlamentsentscheid vorliege, werde die MCH Group die Kapitalerhöhung an einer ausserordentlichen Generalversammlung den Aktionären unterbreiten. Die konkreten Modalitäten – insbesondere der Ausgabepreis und die übernahmerechtlichen Erfordernisse – sollen in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden.

Die MCH Group war von der Coronapandemie hart getroffen worden, weil viele Messen abgesagt, verschoben oder nur noch virtuell durchgeführt werden konnten. Daher blieb der Umsatz so auf tiefen Niveau und die Gruppe schrieb hohe Verluste.

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