Unternehmen / Konsum

Rückschlag für MCH Group und Murdoch

Die Finma bestätigt den Entscheid der Übernahmekommission und verhindert vorerst den Einstieg von James Murdoch bei der Messebetreiberin.

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) bestätigt den Entscheid der Übernahmekommission (UEK) und verhindert somit vorerst den Einstieg von James Murdoch bei der Messebetreiberin. Das geht aus einer Meldung der Finma vom Freitagabend hervor.

Der Vermögensverwalter Erhard Lee (10% der MCH-Aktien) hatte bei der UEK Beschwerde eingereicht, weil er mit dem Ablauf der zweistufigen Kapitalerhöhung nicht einverstanden war, die Murdochs Lupa Systems den Erwerb von bis zu 44% Aktien ermöglicht hätte. Eine sogenannte Opting-up-Klausel sollte Murdoch von einem öffentlichen Übernahmeangebot befreien.

Nun steht der Einstieg des Investors mehr denn je infrage. MCH Group äusserte sich auf Anfrage der FuW nicht dazu, ob sie den Finma-Entscheid ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen werde. Entscheidender ist ohnehin, dass sich das Unternehmen mit dem kritischen Aktionär Lee und Murdoch an einen Tisch setzt und eine einvernehmliche Lösung findet. Denkbar wäre etwa eine herkömmliche Kapitalerhöhung, bei der Murdoch unter der entschei­denden Beteiligungsschwelle von 33,3% bleibt, ab der er übernahmepflichtig wäre. Ob er darauf eingeht, bleibt offen. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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