Unternehmen / Konsum

MCH Group verharrt im Minus

Die Messegruppe schreibt auch im Jahr 2021 rote Zahlen, sie investiert in die Zukunft.

(AWP) Die Messegruppe MCH hat im vergangenen Jahr erneut stark unter den Folgen der Corona-Krise gelitten. Viele Messen und Events mussten abgesagt oder verschoben werden. Der Umsatz blieb so auf einem tiefen Niveau und die Gruppe schrieb weiterhin Verluste.

Immerhin habe sich die Lage im zweiten Halbjahr dank der Impffortschritte etwas aufgehellt, teilte MCH am Dienstag mit. So hätten wichtige Messen wie die Art Basel in Basel und Miami Beach sowie die Berufsmessen in Zürich und Lausanne durchgeführt werden können und gar Besucherrekorde verzeichnet.

Am Ende erwirtschaftete die Gruppe einen Betriebsertrag in Höhe von 243 Mio. Fr. Das sind rund 30% mehr als im Vorjahr, doch es ist nach wie vor ein Bruchteil der 445 Mio. Fr. an Umsatz aus dem Jahr 2019, also Corona noch kein Thema war.

Rote Zahlen eingedämmt

Unter dem Strich verblieb mit 17,3 Mio. Fr. erneut ein Verlust, nachdem dieser im 2020 mit 72,2 Mio. Fr. sehr hoch ausgefallen war. Immerhin erzielte MCH im zweiten Halbjahr dank Sondereffekten und dem Verkauf einer Liegenschaft in Basel einen Gewinn von 12,1 Mio. Fr.

Mit Blick auf die nach wie vor roten Zahlen verzichtet der Verwaltungsrat wie bereits in den beiden Jahren zuvor auf die Ausschüttung einer Dividende.

Denn die Krise hat weiter am finanziellen Polster der MCH Gruppe geknabbert: Per Ende 2021 weist sie flüssige Mittel in Höhe von 114 Mio. Fr. aus, nachdem Ende 2020 rund 130 Mio. Fr. in der Kasse lagen. Die Nettoverschuldung wird mit 133 Mio. Fr. angegeben nach zuvor 125 Mio. Fr.

Weiterer Verlust erwartet

Die Aussichten für das laufende Jahr seien positiv, auch wenn das erste Quartal pandemiebedingt noch schwierig gewesen sei, heisst es weiter. Auch mit Blick auf die für die Transformation und Strategieumsetzung notwendigen Investitionen werde im Jahr 2022 wohl erneut wieder ein Verlust resultieren.

Derweil sei die im Mai 2023 anstehende Refinanzierung der 100 Mio. Fr. schweren Anleihe in die Wege geleitet. Bereits im Jahr 2020 hatten der Kanton Basel-Stadt und Lupa Systems des Investors James Murdoch ihre Absicht zur Unterstützung der Refinanzierung bekundet.

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