Unternehmen / Gesundheit

Medacta bereitet Börsengang vor

Die Schweizer Börse soll mit der Tessiner Medtech-Firma weiteren Zuwachs erhalten, heisst es laut Insidern.

(Reuters/SPU) Das Medizintechnikunternehmen Medacta (MOVE 69.1 -21.21%) bereitet Insidern zufolge den Börsengang an der Schweizer SIX vor. Die Transaktion könnte im kommenden Frühling über die Bühne gehen, wie drei mit der Situation vertraute Personen erklärten. Federführend bei dem Börsengang seien die Grossbanken Credit Suisse (CSGN 12.99 1.33%) und Morgan Stanley (MS 49.8 1.49%). Ebenfalls beteiligt seien JPMorgan und UBS (UBSG 11.945 1.27%).

Die Schweizer Medacta entwickelt und produziert mit rund 930 Mitarbeitern orthopädische Implantate wie etwa Knieprothesen oder Wirbelsäulen-Ersatzprodukte. Die in Familienbesitz stehende Firma erwirtschaftet einer der Personen zufolge einen Umsatz von rund 300 Mio. Fr. Vorerst dürfte nur eine Minderheit der Aktien der Firma mit Hauptsitz im Kanton Tessin in der Südschweiz an Investoren verkauft werden.

Medacta ist in einem ähnlichen Geschäft tätig wie die Basler Medartis (MED 46 -2.85%), die beim Börsengang im März einen Wert von 563 Mio. Fr. erreichte. Die deutlich profitablere Medacta könnte auf eine wesentlich höhere Marktkapitalisierung kommen.

Medacta konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden. Die Banken wollten sich gemäss Reuters nicht äussern. «Als Unternehmen in Familienbesitz prüfen wir naturgemäss verschiedene Optionen, um unsere Entwicklung zu beschleunigen», teilte Medacta-CFO Corrado Farsetta auf Anfrage der FuW bereits im September mit.

Früheren Angaben zufolge könnte auch der Schweizer Zugbauer Stadler Rail (SRAIL 46.72 1.04%) im Frühling an die SIX streben. Insgesamt dürften die IPO-Aktivitäten 2019 aber verhaltener ausfallen als 2018. Im laufenden Jahr registrierte die Schweizer Börse zehn Neuzugänge, sechs davon waren IPO. Inzwischen seien die Anleger angesichts der Kursschwankungen an den Finanzmärkten aber deutlich wählerischer geworden, sagte ein Experte. «IPO gehen jetzt nur noch bei Firmen mit einem krisenfesten Geschäftsmodell.»

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