Unternehmen / Gesundheit

Medacta hat sich für die Erholung gerüstet

Analyse | Der Umsatz des Medtech-Unternehmens ist im Pandemiejahr dank dem zweiten Semester nur leicht gesunken.

Die Pandemie hat das Geschäft mit Implantaten im abgelaufenen Jahr gebremst. Auch die normalerweise mit zweistelligen Zuwachsraten verwöhnte Medacta hat auf Basis provisorischer Zahlen vom Donnerstag einen Umsatzrückgang von 2,6% auf 302,5 Mio. € erlitten.

Das liegt leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung und damit im Rahmen der Erwartungen. Der Aktienkurs, der in diesem Jahr mehr als 10% zugelegt hat und rund 25% über dem Niveau vor Jahresfrist notiert, hat zunächst mit einer weiteren Avance reagiert.

Das Medtech-Unternehmen konnte den 11%igen Umsatzeinbruch vom ersten Halbjahr nicht mehr wettmachen, obschon die Verkäufe in der zweiten Jahreshälfte 5,5% über dem Vergleichszeitraum lagen. Einen Zielwert hatte das Management angesichts der Unsicherheiten nicht gesetzt. An der Telefonkonferenz stellte CEO Francesco Siccardi eine Vorgabe für 2021 für 31. März in Aussicht, wenn die vollständigen Daten inklusive der Gewinnzahlen veröffentlicht werden.

Europa leidet besonders

In dem am Donnerstag publik gewordenen Umsatz zeigen sich im Einzelnen die für die Pandemie typischen Muster. Der Einbruch war dort am grössten, wo die strengsten Massnahmen der Behörden in Kraft waren, etwa in Italien oder Frankreich. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?