Unternehmen / Gesundheit

Medacta weniger stark getroffen als befürchtet

Analyse | Der Hersteller von Gelenkimplantaten verbucht einen Umsatzrückgang von 11%. Der Juni zeigt eine kräftige Erholung.

Zum ersten Mal seit der Gründung vor 21 Jahren weist Medacta einen Rückgang der Einnahmen aus. In der Regel wächst das Tessiner Medizinaltechnikunternehmen organisch mit prozentual zweistelligen Raten. Nicht so in den ersten sechs Monaten dieses Jahres: Der Umsatz sank 11% auf 134,8 Mio. €, etwa auf den Stand von Mitte 2019. Währungsbereinigt war es ein Minus von 12,2%. Im Vorjahressemester hatte Medacta den Umsatz 13,7% gesteigert.

Der Start ins neue Jahr war noch in Ordnung. In den ersten beiden Monaten verzeichnete das Unternehmen ein Wachstum von über 10%. Dann folgte pandemiebedingt der Einbruch im März. Wie andere Orthopädiespezialisten war Medacta davon betroffen, dass viele nicht lebensnotwendige chirurgische Eingriffe in Spitälern aufgeschoben wurden. Das Tief wurde im April mit einem Minus von 70% erreicht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?