Unternehmen / Konsum

Medienhäuser streben nach Grösse

Mit der Übernahme von Time Warner plant Medienmogul Rupert Murdoch, die eigene Verhandlungsposition zu stärken.

Rupert Murdoch wäre nicht Rupert Murdoch, liesse er sich durch die Zurückweisung beirren. Zwar hat Time Warner eine erste Übernahmeofferte in der Höhe von 80 Mrd. $ (85 $ pro Aktie) abgelehnt. Kaum jemand zweifelt aber daran, dass der 83-jährige Medienmogul ein verbessertes Angebot nachlegen wird. Geht der Zusammenschluss von 21st Century Fox – über die Murdoch den Deal abwickelt – mit Time Warner tatsächlich über die Bühne, entstünde ein neuer Mediengigant mit einem Jahresumsatz von beinahe 60 Mrd. $.

Um Time Warner umzustimmen, muss Murdoch wohl den Kaufpreis als auch die Bargeld-Komponente anheben. Im Markt wird spekuliert, dass eine Erhöhung auf rund 100 $ pro Valor ausreichen würde. Für eine Nachbesserung wäre genügend finanzielle Feuerkraft vorhanden – auch wenn es einzelne Devestitionen nach sich ziehen könnte. So halten es die Analysten von Credit Suisse für denkbar, dass Murdoch bald den 39%-Anteil an BSkyB abstossen wird. Der Versuch einer kompletten Übernahme des britischen Pay-TV-Senders war 2011 gescheitert.

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