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Der Schweizer Tourismus war im vergangenen, schwierigen Jahrzehnt erstaunlich widerstandsfähig. Das zeigt der Verlauf der Logiernächte in Hotels und Kurbetrieben, ein wichtiger Fremdenverkehrs-Indikator. Die Gesamtzahl der Übernachtungen belief sich 2016 auf 35,3 Mio. – 7,8% mehr als 2005. Der Höchststand wurde 2008 mit 37,3 Mio. erreicht. Die Finanzkrise brachte keinen Einbruch der Logiernächte, aber der relativ geringe Rückgang scheint dauerhaft zu sein. Stabil blieb dagegen die Anzahl der Schweizer Gäste; ihr Anteil bewegt sich um 45%. Kaum zu spüren war die Aufhebung der Kursuntergrenze des Frankens gegenüber dem Euro, obwohl sich die Schweizer Hotellerie dadurch für Ausländer spürbar verteuert hat. Deutliche Verschiebungen ergaben sich dagegen in der Zusammensetzung der Gäste aus dem Ausland. Der grösste Anteil kommt immer noch aus Deutschland. Er ist aber seit 2005 geschrumpft, von 16,9 auf 10,4%. Die Anteile der wichtigsten Herkunftsnationen aus Europa sanken in der Beobachtungsperiode. Markant gestiegen ist dafür die Zahl der Gäste aus China; ihr Anteil hat sich von 0,7 auf 3,6% erhöht. Auch aus Indien kommen mehr Touristen (Anteil von 0,8 auf 1,7%). Der Trend hat sich in den ersten sieben Monaten 2017 fortgesetzt. Deutschland ging auf 10,1% zurück, China und Indien bauten weiter aus. Neu in den Top Ten ist Südkorea mit einem Anteil von 1,2%.