Märkte / Makro

Mehr Firmenkonkurse – in der Schweiz und einigen Branchen

Das Auslaufen der Pandemiemassnahmen lässt wieder mehr Firmenkonkurse zu. Mit einer Nachholwelle ist aber nicht zu rechnen.

In einigen Branchen ist die Zahl der Firmenkonkurse mittlerweile über den normalen Schwankungsbereich hinaus gestiegen. Das ist beispielsweise im Gross- und im Detailhandel, aber auch bei Finanz- und Immobiliendienstleistungen der Fall, wie eine von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (Kof) erstellte Datenauswertung zeigt, die der «Finanz und Wirtschaft» exklusiv vorliegt. 

Die beobachtete Entwicklung fusst auf einer durch die Coronapandemie angestossenen raschen und starken Veränderung der Konsumgewohnheiten der Bevölkerung. Seit Sommer 2020 gab es einen regelrechten Gründungsboom im Gross- und im Detailhandel, insbesondere von Onlinehändlern, aber auch, getrieben durch die Digitalisierung, bei Finanz- und Immobiliendienstleistungen. Ebenso hat die Pandemie im Gastgewerbe, im Transportwesen und in anderen kontaktintensiven Dienstleistungsbranchen einen Strukturwandel angestossen oder beschleunigt. 

Gründungsboom durch neue Gewohnheiten

Entscheidend für die weitere Entwicklung der Firmenkonkurse ist es nun, wie stark sich die Konsumgewohnheiten geändert haben und wie lange dieses Verhalten beibehalten wird. Für das Gastgewerbe im städtischen Raum ist es beispielsweise von wesentlicher Bedeutung, ob der Geschäftstourismus wieder anzieht oder ob Online-Meetings weiterhin physische Treffen in nennenswertem Umfang ersetzen. 

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?