Unternehmen / Schweiz 15:00 - 10.03.2017

Der UBS-Bonuspool sinkt 17%

Weniger Gewinn gleich weniger Bonus – bei UBS gilt dieses Prinzip an der Konzernspitze etwas weniger als für andere bonusberechtigte Mitarbeiter.
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Sergio P. Ermotti was appointed Group CEO in November 2011. Sergio P. Ermotti wurde im November 2011 zum Group CEO ernannt. UBS Group Executive Board
Aufgenommen von: The official global picture collection of UBS from Switzerland
Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0

Sergio Pietro Ermotti (* 11. Mai 1960 in Lugano; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Bankmanager und Group Chief Executive Officer (CEO) der Holdinggesellschaft UBS Group AG.

Ausbildung

Sergio P. Ermotti absolvierte eine Banklehre bei der Cornèr Bank in Lugano. Er verfügt über das eidgenössische Diplom als Bankfachexperte und hat das Advanced Management Program der Oxford University abgeschlossen.

Karriere

Citibank

1985 wechselte er zur Citicorp Investment Bank (Switzerland) nach Zürich, wo er zu Beginn im Handel mit Aktienanleihen tätig war und schliesslich zum Vizepräsidenten aufstieg.

Merrill Lynch

1987 setzte er seine Karriere bei Merrill Lynch fort und leitete dort die Aktivitäten im Aktienderivate- und Kapitalmarktgeschäft in der Schweiz. 1993 wurde er zum Managing Director ...

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http://de.wikipedia.org/wiki/Sergio_Ermotti

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Aktionär
Teilhaber einer AG bzw. Inhaber einer Aktie oder einer Mehrzahl von Aktien.
Bonus
1. Erfolgsabhängige Ausschüttung an die Mitarbeiter, vor allem an die oberen Hierarchiestufen (VR , Geschäftsleitung ). Die Ausgestaltung ist ein wichtiges Element der Corporate Governance . 2. Ausserordentliche Ertragsausschüttung eines Unternehmens über die ordentliche Dividende hinaus, z. B. als Jubiläumsbonus. Auch Zusatzdividende genannt.
CEO
Angelsächsische Kürzel für Unternehmenschef (Chief Executive Officer), Leiter der Finanzabteilung (Chief Financial Officer), Leiter Anlagestrategie (Chief Investment Officer) sowie Leiter operatives Geschäft (Chief Operating Officer), die gemeinsam die Geschäftsleitung bilden.
Eigenkapital
Der Teil des Gesamtkapitals, der den Aktionären gehört und ihnen im Fall einer Geschäftsaufgabe ausgezahlt wird. Aus Sicht der Aktionäre besteht die wichtigste Aufgabe eines Unternehmens darin, auf dem Eigenkapital eine risikogerechte Rendite zu erwirtschaften (vgl. Eigenkapital der Banken ).
Generalversammlung
Oberstes Organ einer AG. Neben der ordentlichen jährlichen Versammlung der Aktionäre können auch ausserordentliche GV einberufen werden.
Geschäftsbericht
Enthält ausser der Bilanz und der Erfolgsrechnung Informationen über die künftige wirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft, die Erfolge einzelner Geschäftszweige etc.
Kernkapital
Kern der eigenen Mittel einer Bank (vgl. Eigenkapital der Banken , hartes Kernkapital , Tier 1 sowie Basel III ).
Leverage
Mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz lässt sich mit derivativen Instrumenten eine grössere Rendite erzielen, als es mit einer Investition in den eigentlichen Basiswert möglich ist. Dieser Effekt wird als Hebelwirkung bezeichnet. Der Leverage von Derivaten berechnet sich aus dem Hebelfaktor multipliziert mit dem Delta . Leverage kann auch mit Einsatz von Fremdkapital erreicht werden (vgl. Hebelwirkung ).
Leverage Ratio
Mindestanforderung der Finma punkto Eigenkapital im Verhältnis zu den Aktiven für die Schweizer Grossbanken .
Performance
1. Verlauf des Kurses eines Wertpapiers. 2. Meist in Prozenten ausgedrückte Wertentwicklung eines Portefeuilles inklusive Ausschüttungen (reinvestiert). 3. Anlagepolitische Leistung der Leitung eines Anlagefonds, einer Beteiligungsgesellschaft, eines Hedge Fund oder einer Pensionskasse mit Blick auf das Anlageziel.
Ratio
Menge des Basiswerts , die einer Option bzw. einem Warrant zugrunde liegt.
Risiko
In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen (vgl. Risikomanagement ).
Risikomanagement
Führungsinstrument zur umfassenden und systematischen Erfassung, Überwachung und Steuerung von Risiken auf der Grundlage wirtschaftlicher und statistischer Kenntnisse. Risikoformen sind Abwicklungsrisiko , Delkredererisiko , Gegenparteirisiko , Klumpenrisiko , Kreditrisiko , Länderrisiko , Marktrisiko , Währungsrisiko und Zinsänderungsrisiko .
Verwaltungsrat
Überwacht und lenkt (über die Strategiefestlegung) für die Gesamtheit der Aktionäre die Geschäftsleitung eines Unternehmens. Die VR-Mitglieder einer AG schweizerischen Rechts müssen in der Regel mehrheitlich das Schweizer Bürgerrecht besitzen und in der Schweiz wohnhaft sein. Der VR besteht aus exekutiven (unternehmensinternen) und nicht exekutiven (externen) Mitgliedern. Immer mehr setzt sich im Rahmen einer guten Corporate Governance die Praxis durch, dass ein bedeutender Teil der VR in keiner geschäftlichen Beziehung zum Unternehmen stehen darf. Der VR wird von der GV gewählt.
verdiente
Die dem Geschäftsjahr zuzurechnenden Versicherungsprämien, die sich aus den Nettoprämien abzüglich der Veränderungen der Prämienüberträge berechnen.

Der Bonuspool für bonusberechtigte Personen (insgesamt 47 600) ausserhalb der Chefetage ist 2016 um insgesamt 17% auf 2,9 Mrd. Fr. gesunken, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Die Konzernleitung inklusive CEO Sergio Ermotti sah ihre Performancezahlungen insgesamt auf 71,9 Mio. Fr. steigen. Daraus ergibt sich rechnerisch (und wenn man alle zwölf Konzernleitungsmitglieder das ganze Jahr einbezieht) ein Bonusrückgang von 16% pro Kopf. Gemessen am adjustieren Konzerngewinn erhielt die Konzernleitung somit 1,3% des erwirtschafteten Profits der Bank, statutarisch erlaubt sind 2,5%.

Der bestbezahlte Manager war erneut Konzernchef CEO Sergio Ermotti. Seine Gesamtentschädigung für 2016 belief sich auf 13,7 Mio. Fr., nach 14,3 Mio. Fr. im Jahr zuvor. Sein Fixgehalt inklusive verschiedener Zuwendungen betrug total 2,8 Mio. Fr.

Wie aus dem Vergütungsbericht hervorgeht, hat der UBS-CEO die quantitativen Ziele bezüglich des bereinigten Vorsteuergewinns des Konzerns und bezüglich der bereinigten Rendite auf dem materiellen Eigenkapital verfehlt. Einzig bei der Kapitalbeschaffung (Leverage Ratio und CET1-Kernkapitalquote) liegt UBS (UBSG 17 2.1%) im Plan. Der bereinigte Vorsteuergewinn sank 2016 gegenüber dem Vorjahr von 5,64 auf 5,34 Mrd. Fr., die Rendite auf das materielle Eigenkapital stellte sich auf 9% ein, nach 13,7% im Vorjahr.

Bei den qualitativen Messgrössen wie Kundenorientierung, Risikomanagement, Nachhaltigkeit, Effizienz lag der Zielerreichungsgrad Ermottis jeweils weit über 100%.

Die leistungsabhängige Zuteilung an Ermotti macht den Grossteil seines Lohnes aus. 2016 waren es 10,9 Mio. Fr., nach 11,5 im Vorjahr. Ermotti musste also bloss eine relativ geringe Bonuseinbusse von 5,2% hinnehmen.

Vom Bonus Ermottis bleiben 61% drei bis fünf Jahre und 30% für fünf Jahre aufgeschoben. Sie unterliegen der Erreichung bestimmter Leistungs- und anderer Verfallsbedingungen. 1 Mio. Fr. vom Bonus wird als unmittelbare Barvergütung ausgezahlt.

Die Zuteilung ist an die Bedingung geknüpft, dass der Gesamtbetrag der variablen Vergütung der Konzernleitung im Jahr 2016 an der Generalversammlung 2017 durch die Aktionäre genehmigt wird.

Der Gesamtverwaltungsrat der UBS verdiente 2016 3,1% mehr als im Vorjahr, und zwar 13,2 Mio., nach 12,8 Mio. Fr. im Jahr 2015. Auch Verwaltungsratspräsident Axel Weber erhielt mit 30 000 Fr. etwas mehr, und zwar insgesamt 6,1 Mio. Fr.

Die komplette Historie zu UBS finden Sie hier. »

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