Unternehmen / Schweiz

Meyer Burger gibt Bezugsrechte aus

Der Photovoltaikspezialist will in den kommenden Tagen noch mindestens 40 Mio. Fr. einsammeln.

(AWP/SYC) Bei Meyer Burger (MBTN 0.36 +6.05%) tickt die Uhr. Ab heute Dienstag läuft die Bezugsfrist und der Handel der Bezugsrechte für die anvisierte Kapitalerhöhung. Die Kotierung und der erste Handelstag der neuen Namenaktien an der SIX werden auf den 29. Juli 2020 erwartet, wie es in einer Mitteilung am Dienstag heisst.

Die Bezugsfrist endet am 22. Juli um 12 Uhr, der Handel der Bezugsrechte am 20. Juli, wie es weiter heisst. Die Meyer-Burger-Aktionäre hatten am vergangenen Freitag der Kapitalerhöhung mit einem angestrebtem Bruttoerlös von 165 Mio. Fr. zugestimmt.

Aktienkurs um Wert der Bezugsrechte reduziert

Bei der Kapitalerhöhung emittiert das Unternehmen bis zu 1,83 Milliarden Aktien zu 9 Rappen das Stück. Die Altaktionäre erhalten nur Bezugsrechte für zwei Drittel der neuen Aktien, der Rest wird im Vorfeld kontaktierten Investoren angeboten. Das Bezugsverhältnis beträgt 13 neue Aktien pro 7 Bezugsrechte. Der theoretische Wert der jungen Aktien liegt bei 14,16 Rappen, jener der Bezugsrechte bei 13,78 Rappen.

Am Dienstagvormittag handeln Meyer Burger zu einem deutlich tieferen Kurs (-34%), der mit Beginn der Bezugsfrist wie zu erwarten war um den Wert der Bezugsrechte korrigiert.

Mindestvolumen beinahe erreicht

Bedingung für die Durchführung der Kapitalerhöhung ist das Erreichen eines Wertes von 150 Mio. Aufgrund der von Meyer Burger gewählten Struktur der Kapitalerhöhung ist ein Volumen von 110 Mio. Fr. durch die vorab kontaktierten Investoren bereits gesichert für den Fall, dass während der Bezugsfrist nur wenige Investoren Interesse zeigen. So fehlen dem Unternehmen für das Zustandekommen der Kapitalerhöhung lediglich noch 40 Mio. Fr.

Mit dem Erlös will das Unternehmen einen grundlegenden strategischen Wechsel finanzieren. Vom Anbieter von Maschinen für die Photovoltaik-Industrie will das Unternehmen selbst zu einem führenden Hersteller von Solarzellen und -modulen werden. Geplant ist der Ausbau einer eigenen Produktion in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt. Das Geschäft mit Standardequipment und das Servicegeschäft sollen unverändert weitergeführt werden.

 

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