Unternehmen / Schweiz

Meyer Burger strapaziert die Geduld der Aktionäre

Analyse | Die Solarzulieferin will mit Modulherstellerin REC zusammenarbeiten. Die Halbjahreszahlen zeigen, dass Meyer Burger nicht mehr viel Zeit bleibt.

Meyer Burger kämpft ums Überleben, und die Zeit wird knapp. Am Donnerstag publizierte die Solarzulieferin wie erwartet schwache Halbjahreszahlen. Zudem informierte sie über eine strategische Zusammenarbeit mit der Modulherstellerin REC. «Finanz und Wirtschaft» hat bereits Anfang Juli berichtet, dass die Thuner Gesellschaft einen Einstieg in das Geschäft mit Solarmodulen erwägt.

In der Mitteilung vom Donnerstag schreibt Meyer Burger von einem «angemessenen Exklusivitätsschutz» für REC an der Heterojunction- sowie der Smartwire-Technologie. Die Technologien zur Erhöhung der Spannung in der Solarzelle sowie zur Verbindung der Zellen zu einem Solarmodul ermöglichen es, Solaranlagen mit höherer Stromausbeute herzustellen. Sie sind die verbleibenden Trümpfe von Meyer Burger. Im Gegenzug für die Exklusivität sei REC grundsätzlich bereit, mit Meyer Burger einen Gewinnbeteiligungsplan abzuschliessen. Ob die Partnerschaft mit REC das richtige Mittel ist und zur rechten Zeit kommt, um den Mittelabfluss zu stoppen, ist fraglich, zumal noch viele Frage offen sind.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare