Unternehmen / Energie

Meyer Burger lässt viele Fragen offen

Analyse | Der Solarmodulproduzent häuft weiter Verluste an. Den bisherigen Ausblick nimmt er zurück, ohne neue Zahlen zu nennen.

Licht und Schatten sind bei Meyer Burger nahe beieinander. In den ersten Handelsminuten nach der Publikation der Jahreszahlen sackten die Valoren über 8% ab. Am Donnerstagnachmittag waren sie dann über 5% im Plus.

Das Zahlenset ist desaströs. Bei lediglich 39,9 Mio. Fr. Umsatz fehlten unter dem Strich 100,5 Mio. Fr. Und die Verluste häufen sich bereits seit Jahren. Akkumuliert sind es mittlerweile über eine Milliarde.

Doch die Zukunft malt das Management des Solarunternehmens rosig. Mit dem militärischen Konflikt in der Ukraine nimmt die Bedeutung der Solarbranche zu. Aufgrund des enormen Expansionspotenzials beschleunigt Meyer Burger die Ausbaupläne. Gemäss bisherigem Ausblick hätten im kommenden Jahr mit 1,4 Gigawatt Produktionskapazität 550 Mio. Fr. Umsatz erzielt werden sollen. Bis 2027 hätten es 7 Gigawatt (GW) sein sollen. Ein neuer quantitativer Ausblick folgt erst im August, aber der Ausbau soll schneller gehen als bisher geplant, hiess es.

Nur 20 Megawatt verkauft

Die Zahlen von 2021 zeigen, wie weit der Weg zum ursprünglichen Ziel noch ist: Im vergangenen Jahr verkaufte Meyer Burger Solarmodule mit insgesamt 20 Megawatt Leistung für 8,8 Mio. Fr.

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