Unternehmen / Konsum

Michael Pieper: «Falls nötig, rütteln wir auf»

Michael Pieper, Inhaber und CEO der Artemis Group, über seine Beteiligungen, aktivistische Investoren und über seine Investitionstätigkeit.

Christian Braun und Adrian Blum

Er selbst sieht sich ausschliesslich als Unternehmer, und als solcher ist er erfolgreich. Die Entwicklung seiner Franke Group imponiert, sein Immobiliengeschäft gedeiht. Doch Michael Pieper ist auch Investor. Unter anderem hält er grosse Beteiligungen an den kotierten Gesellschaften Feintool, Forbo, Arbonia, Autoneum, Adval Tech und Rieter. «Wir haben gute Beteiligungen», sagt er im Interview – und erklärt, weshalb.

Herr Pieper, Sie agieren auch als Investor mit einer unternehmerischen Gesinnung. Ist das ein Auslaufmodell angesichts des gehäuften Auftretens von Aktivisten?
Ich sehe das nicht schwarz-weiss, sondern als fliessenden Übergang. Es gibt Firmen, denen tut es gut, aufgerüttelt zu werden. Forbo war nach der Jahrtausendwende so ein Fall: gute Firma, gute Produkte, starke Marke, aber schlecht gemanagt. CVC wollte Forbo zerschlagen, wir dagegen engagierten uns, nicht als Revoluzzer, aber doch, um etwas zu bewerkstelligen – was auch gelungen ist. An und für sich ist Aktivismus nicht schlecht. Nur sollte er auf anständige Art praktiziert werden.

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