Unternehmen / Konsum

Michel Doukeris: ein halbes Leben im Biergeschäft

Der Brasilianer tritt die Leitung des Branchenleaders AB InBev mit einem grossen Schatz an weltweit gesammelten Erfahrungen an.

Helmut Hetzel, Den Haag

Er arbeitet seit 25 Jahren im Biergeschäft und damit doppelt so lange, wie es seinen Arbeitgeber, den weltgrössten und 2008 als Fusion geborenen Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev überhaupt gibt. Michel Doukeris, 48 Jahre alt, Brasilianer mit griechischen Wurzeln, tritt zum 1. Juli als CEO von AB InBev an, im Wissen, dass im Konzern eine Ära zu Ende geht. Sein Vorgänger, Carlos Brito, bestimmte während fünfzehn Jahren das Geschick des Konzerns, der so bekannte Biere wie Budweiser, Stella Artois, Corona, Beck’s, Leffe und viele mehr braut. Brito verlässt das Unternehmen nach 32 Jahren, Spekulationen über einen Rücktritt hatten bereits im September 2020 die Runde gemacht.

Doukeris leitet derzeit das Nordamerikageschäft von AB InBev. Er tritt ein schwieriges Erbe an, das viele Herausforderungen kennt. Denn nach den drei Mega-Akquisitionen, mit denen der Chefarchitekt und Visionär Brito die einstige belgisch-brasilianische Brauerei InBev ausgebaut hat, lastet nun ein Schuldenberg von 95 Mrd. $ auf AB InBev. Die Übernahmen von Anheuser-Busch, Grupo Modelo und SAB Miller kosteten per saldo 150 Mrd. $. Die Schulden sind inzwischen auch so manchem Anleger ein Dorn im Auge.

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