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Microsoft spürt Wettbewerb von Amazon und Google

Das wichtige Cloud-Geschäft Azure hat im vergangenen Quartal klar zugelegt. Von der jüngsten Verlangsamung lassen sich die Anleger nicht abhalten.

(Reuters) Microsoft bekommt im wichtigen Geschäft mit der Datenwolke immer mehr den Wettbewerb von Amazon (AMZN 1883.75 -0.03%) und Google zu spüren. Der weltgrösste Softwarekonzern steigerte die Umsätze seines Cloud-Angebots «Azure» im vergangenen Quartal zwar um 59%, wie Microsoft am Mittwoch mitteilte. Ein Jahr zuvor hatten die Amerikaner aber noch ein Plus von 76% verzeichnet. Bei den Anleger an der Wallstreet waren die Aktien dennoch gefragt. Sie legten zu.

Seit der in Indien geborene Satya Nadella im Jahr 2014 den Chefposten bei Microsoft übernommen hat, baute der Konzern sein Cloud-Geschäft kontinuierlich aus. Marktführer ist dennoch Amazon. Laut Daten des Researchhauses Canalys beherrscht der Online-Händler knapp ein Drittel des Gesamtmarkts, Microsoft folgt mit einem Anteil von 18% auf Platz zwei. Über die Cloud können Privat- und Geschäftskunden Speicherplatz kaufen, der von Firmen wie Microsoft (MSFT 162.01 2.42%), Amazon und Google verwaltet wird.

In seinem angestammten Geschäft mit der Windows Software, XBox-Spielkonsolen und Computern steigerte Microsoft die Umsätze im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 um vier Prozent. Insgesamt kletterte der Konzerngewinn um gut ein Fünftel auf 10,7 Mrd. $. Die Gesamterträge legten um 14% auf 33,1 Mrd. $ zu. Analysten hatten mit geringeren Erträgen gerechnet.

Microsoft liefert sich mit dem iPhone-Hersteller Apple (AAPL 273.36 -0.06%) seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt. Beide sind an der Börse jeweils mehr als eine Billion Dollar wert. Die Aktien von Microsoft kletterten seit Jahresbeginn um rund 35% in die Höhe.