Unternehmen / Industrie

Mikron leidet im Maschinenbau

Analyse | Das Automationsgeschäft profitiert von Aufträgen aus der Pharma- und der Medtech-Industrie. An den Aktien festhalten.

Dem Maschinenbauer und Automationsspezialisten Mikron machten die Coronakrise und die schon früher gestartete Rezession im Automobilbereich zu schaffen. Gruppenweit sank der Umsatz 31% auf 121 Mio. Fr., die Bestellungen gingen 23% auf 126 Mio. Fr. zurück. Allerdings waren die beiden Segmente Machining und Automation ganz unterschiedlich davon betroffen.

Der Bereich Automation kam einiges besser weg als der Maschinenbau. Der Grund ist die Kundenstruktur: Automation hat im ersten Semester 87% (Vorjahr: 71%) des Umsatzes mit der Pharma- und der Medtech-Branche erzielt, deren Nachfrage durch Corona kaum beeinflusst wurde – und wenn doch, dann positiv. Dass der Umsatz trotzdem 21% auf 74 Mio. Fr. nachgab, hat mit dem stark geschrumpften Geschäft mit der Autoindustrie zu tun. Sein Anteil machte noch 6% des Umsatzes aus, nach 23% in der Vorjahresperiode. Doch dieses Geschäft ist mittlerweile Geschichte: Die entsprechenden Produktionsstandorte in Berlin und Kaunas (Litauen) wurden Ende Juni verkauft. Den Bestellungseingang konnte Automation auf dem hohen Vorjahresniveau von 89 Mio. Fr. halten. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?