Unternehmen / Schweiz

Minder-Initiative wird unterschiedlich umgesetzt

Konsultativabstimmungen spielen an Generalversammlungen weiterhin eine Rolle.

Ausser Novartis, Holcim und Swatch haben die SMI-Unternehmen die Vorschriften der neuen Vergütungsverordnung bereits voll oder teilweise umgesetzt. Von den SPI-Firmen lässt sich mehr als ein Drittel dafür noch ein Jahr Zeit. Nach der Aufregung, die die Minder-Initiative ausgelöst hatte, provozierten die notwendigen Statutenänderungen an den Generalversammlungen (GV) bisher erstaunlich wenige Reaktionen der Aktionäre.

Bei den kotierten Unternehmen wurden die Anpassungen von der GV abgenickt – mit Ausnahme von Sulzer und (teilweise) Kuoni. Bei diesen beiden Unternehmen lehnten die Aktionären die vorgeschlagenen Statutenänderung zu den Vergütungsgrundsätzen ab. Bei Ascom regte sich bereits vor der GV Widerstand der grossen Aktionäre,  weshalb die Statutenrevision auf nächstes Jahr verschoben wurde. Kotierte Gesellschaften müssen ihre Statuten spätestens 2015 an die Verordnung gegen übermässige Vergütungen (VegüV) anpassen. Sie schreibt den Unternehmen unter anderem vor, Mandatsbeschränkungen für Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder festzusetzen (offenbar das in den VR am heissesten diskutierte Thema) und die Amtszeit der Verwaltungsräte auf ein Jahr zu beschränken.

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