Märkte / Anleihen

Mini-Tapering der EZB rückt in Sichtweite

Die Eurowährungshüter werden bis Ende 2021 wohl weniger Anleihen kaufen als im Frühjahr und Sommer. Die Kaufsummen dürften aber immer noch mehr ausmachen als im Januar und Februar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) rückt einen Schritt näher, ihre Anleihenkäufe leicht zurückzufahren. Am Donnerstag werden die Währungshüter darüber entscheiden, ob und wie stark sie das seit März erhöhte Tempo ihrer Pandemienotkäufe bis zum Jahresende drosseln. Eine komplette Rückführung bis zum Ende des Pandemienotkaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme, PEPP) im März nächsten Jahres dürfte dabei keine Mehrheit im EZB-Rat finden.

Wahrscheinlich wird das Kaufvolumen aber dennoch sinken: Von März bis August gab die EZB im Schnitt dafür 80 Mrd. € pro Monat aus. Äusserungen des EZB-Chefvolkswirts Philip Lane und des französischen Notenbankchefs François Villeroy de Galhau deuten an, dass das monatliche Volumen im vierten Quartal auf 70 Mrd. € reduziert werden könnte, schreiben die Commerzbank-Strategen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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