Märkte / Anleihen

Mit Anleihen besser durch die Krise steuern

Vom Schock im März haben sich Obligationen überraschend schnell erholt. Trotz tiefer Zinsen könnte 2020 ein Glanzjahr für festverzinsliche Anlagen werden.

Es ist kaum zu glauben. Aber das durch die Coronapandemie gezeichnete Annus horribilis 2020 hat sich bisher für festverzinsliche Anlagen als Annus mirabilis entpuppt. Das gilt zumindest für die meisten Sektoren im Obligationenuniversum. Staatsanleihen zählen zu ihnen. Der Schock blieb auch hier nicht aus. Aber die Erholung im Nachgang fiel erstaunlich kräftig aus. (Lesen Sie den FuW-Kommentar zum Thema hier.)

Für US-Treasuries war das erste Halbjahr 2020 gar das beste seit zwei Jahr­zehnten. Die amerikanischen Staatsanleihen profitierten von der substanziellen Leitzinssenkung der Notenbank. Normalerweise reagieren auf solche Zinsschocks vorwiegend die Renditen mit kurzen Laufzeiten bis zwei oder drei Jahre. Diesmal schlug er auch auf das lange Ende durch. Die Verzinsung zehnjähriger US-Trea­suries sank insgesamt um 1,26 Prozentpunkte. Spiegelbildlich dazu schoss ihr Kurs in die Höhe, so wie es bei Anleihen üblich ist(Lesen Sie das Bond-Glossar hier.) Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?