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Mit Bankaktien lässt sich gut Geld verdienen

Der Bankensektor ist unter Druck. Dennoch gehören einige Schweizer Bankaktien dieses Jahr zu den Top-Performern.

­­Anleger, die glauben, Bankaktien seien als Investition grundsätzlich nicht interessant, liegen falsch. Unter den diesjährigen Top 20 des Swiss Performance Index (SPI (SXGE 11049.48 -0.11%)) befinden sich acht Geschäftsbanken. Inklusive Dividende haben Anleger mit diesen Titeln 2018 über 10% verdient. Der breite SPI hat im gleichen Zeitraum gut 5% eingebüsst. Die Auswahl wurde dabei um Unternehmen bereinigt, deren Börsenwert weniger als 100 Mio. Fr. beträgt.

Zu den Spitzenreitern gehören mit einer Gesamtrendite von 34% die Valoren der Liechtensteinischen Landesbank (LLB (LLB 69 -0.29%)). Obwohl auch die LLB unter der schwachen Zins- und Aktienmarktentwicklung leidet, ist das Institut 2018 gewachsen. Die Kundenvermögen haben so stark zugelegt wie seit 2010 nicht mehr. Zudem hat die Bank die Akquisition der Semper Constantia Privatbank in Österreich abgeschlossen und ihre Kundenvermögen um rund 17 Mrd. Fr. ausgebaut.

Aber auch Kantonalbanken schneiden  gut ab. Die Aktien der Walliser KB haben 22% zugelegt, inklusive Ausschüttung liegt die Rendite bei über 25%. Mit Werten der Genfer KB verdienten Anleger ebenfalls mehr als 20%. Zwar spüren die vor allem regional tätigen Banken den Gegenwind aufgrund der niedrigen Zinsen, dennoch sind die Aktien bei Investoren gefragt. Gerade in unsicheren Zeiten schätzen sie das stabile Geschäftsmodell, eine ziemlich sichere Dividende und in den meisten Fällen eine Staatsgarantie.

Grossbanken sucht man in der Tabelle vergeblich. Credit Suisse (CSGN 11.375 -0.66%) und UBS (UBSG 11.83 -0.08%) rangieren mit –35 und –27% im hinteren Drittel, ebenso die Privatbank Julius Bär (BAER 40.65 -0.81%), deren Aktien dieses Jahr 37% eingebüsst haben. Diese Entwicklung prägt auch die Wahrnehmung, dass mit Bankaktien nichts verdient werden kann.

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