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Mit Smart Beta Anlagerisiken besser justieren

Die Weiterentwicklung von Smart Beta hat der Bedeutung der Portfoliokonstruktion neuen Schub verliehen, sagt Karin Russell-Wiederkehr, Head of Amundi ETF, Indexing & Smart Beta Sales bei Amundi Suisse.

Frau Russell, Sie sind in der Schweiz für den Vertrieb von ETFs, Index- und Smart-Beta-Produkten verantwortlich. Was genau verbirgt sich dahinter?
Beim Indexmanagement geht es vor allem darum, einen bestehenden Index in Form eines ETFs oder eines Indexfonds nachzubilden. Dabei kommen sowohl marktkapitalisierungsgewichtete Indizes, Smart-Beta- oder massgeschneiderte Indizes infrage. Wichtig sind uns dabei vor allem, die operationelle Robustheit, die Implementierungskosten niedrig zu halten und die Indizes sowie deren Entwicklung bei aussergewöhnlichen Marktereignissen detailliert zu verstehen. Hinzu kommt die Erwirtschaftung zusätzlicher Erträge im Rahmen eines bestehenden Risikobudgets.

Und wie genau lassen sich Zusatzerträge erwirtschaften?
Auf der Aktienseite stützen wir uns beispielsweise auf vier Wertschöpfungsquellen, wie das Index-Rebalancing oder Kapitalmassnahmen. Aus unserer Sicht ist das Indexmanagement daher nicht passiv, sondern kann vielmehr als Ergänzung zum aktiven Management gesehen werden. Wenn also der Investor ein „passives“ Management wählt, sollte er dieselbe Sorgfalt walten lassen wie im aktiven Management.

Gerade kapitalmarktgewichtete Indizes sind jedoch mit einigen Problemen behaftet.
Richtig, die vergleichsweise geringe Diversifikation und die Volatilität sind die zwei wesentlichen Herausforderungen bei kapitalmarktgewichteten Indizes. Hier setzen wir sowohl mit aktiv als auch passiv gemanagten Smart-Beta-Lösungen an, um so die Bedürfnisse aller Anleger zu erfüllen. Aktuell verwalten wir in ETFs, Index- und Smart-Beta-Produkten und Mandaten annähernd 96 Milliarden Euro.[1]

Das bringt Smart Beta aus Sicht von Investoren?
Die klassische Sichtweise des aktiven Managements beruht vor allem auf der Einzeltitelauswahl und Parametern wie Sektoren, Ländern, Regionen usw. Das Aufkommen von Smart Beta hat der Portfoliokonstruktion – nach Jahren der Vorherrschaft der „Stock-Picker“ – neuen Schub verliehen. Mittlerweile wird die Art und Weise der Aktiengewichtung als ein Mittel angesehen, Risiken zu managen. Allgemeiner ausgedrückt: Wir beobachten das Wiederaufleben des Managements von Risikobudgets.

Und welche Smart-Beta-Lösungen bieten Sie konkret bei Amundi an?
Das Smart-Beta-Geschäft von Amundi steht auf zwei Säulen. Bei der ersten geht es um risikoeffiziente Anlagelösungen, bei denen das Risiko entweder so weit wie möglich reduziert oder diversifiziert wird. Die zweite Säule, die so genannten Faktor-Investments, ist in Europa noch weniger bekannt, stösst aber auch hierzulande auf wachsende Nachfrage. Insgesamt können wir bei Amundi bereits auf zehn Jahre Erfahrung mit Smart Beta zurückblicken. So haben wir 2007 schon unsere erste Minimum-Varianz-Strategie entwickelt. Ebenfalls auf wachsendes Interesse stossen Smart-Beta-Lösungen, die ESG-Kriterien enthalten. Amundi hat ein Team, das sowohl aktive als auch passive Faktor- und Smart-Beta-Ansätze mit einem derzeitigen Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro managt.

Welche Bedürfnisse stehen derzeit bei Investoren im Fokus?
Fonds-Allokatoren wollen ihre Risikobudgets verwalten und die Anlagestruktur für ihre Investitionen auswählen. Darüber hinaus suchen Investoren nach kostengünstigen Lösungen. ETFs haben sich in diesem Umfeld als einer der Gewinner erwiesen und bieten einen einfachen Zugang zu einer ganzen Anlageklasse, einer Region, einem Sektor oder einem Anleihemarkt zu einem niedrigen Preis. Der ETF-Markt ist auch der Nährboden für eine Vielzahl von Innovationen. Erwähnen möchte ich hier beispielsweise unseren marktneutralen Multifaktor-ETF – der erste ETF, der Investoren Zugang zu einer marktneutralen Strategie bietet.

Stichwort: Risiken. Gilt ESG Ihrer Erfahrung aus Gesprächen mit Investoren nach als Risiko- beziehungsweise Performance-Faktor?
Anleger sehen ESG richtigerweise als Quelle für potenzielle Risiken, da schlechtes Verhalten in puncto Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zu Verlusten führen kann. Folglich müssen diese Aspekte natürlich im Risikomanagement integriert werden. Entsprechend schliessen wir bei unseren proprietären Smart-Beta-Lösungen die Unternehmen mit dem schlechtesten ESG-Rating aus. Allerdings sollten Investoren ESG nicht als klassischen Risikofaktor betrachten, der die Erwirtschaftung regelmässiger Renditen ermöglicht. Heute zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Anleger die Integration von ESG in ihren Investmentprozess verlangen. Interessanterweise umfassen heute bereits zwei Drittel der an uns in Europa gerichteten Ausschreibungen solche Aspekte – sei es im Bereich Smart Beta oder beim Indexing. Das zeigt auch, dass die Nachfrage nach massgeschneiderten Indizes, die auch ESG-Kriterien umfassen, steigt und Anleger diese Produkte nicht zur reinen Indexreplikation nutzen.

Wie passen Indexierung und ESG konkret zusammen?
ESG ist seit der Gründung von Amundi Teil unserer DNA. Beispielsweise waren wir Pionier bei Low-Carbon-Indizes und beziehen auch unsere Indexfonds in die Abstimmungspolitik auf Generalversammlungen mit ein. Das heisst, wir nehmen unsere Aktionärsrechte gemeinsam mit unseren aktiven Fonds wahr. Ausserdem bieten wir auch auf der Indexseite Lösungen mit ESG-Filtern an. Dabei können unsere Kunden entweder auszuschliessende Aktien nennen oder Richtlinien vorgeben, die von unseren Finanzanalysten dann umgesetzt werden. Ziel ist immer, Indexprodukte nach den Anforderungen der Kunden zu managen und gleichzeitig den Tracking Error zu minimieren. Heute gibt es die unterschiedlichsten ESG-Lösungen. Diese sind die Grundlage für unsere weiteren Produktinnovationen.

Warum sollen Anleger Amundi und nicht einen Wettbewerber als Smart-Beta-Manager wählen?
Auf unserer Smart-Beta-Plattform verfügen wir über ein breites Spektrum an Know-how und Fähigkeiten. Wichtig für Investoren ist, dass wir einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der sowohl aktive als auch passive Lösungen umfasst. Dies erlaubt es uns, mit unseren Kunden einen breiten Dialog zu führen. Zudem unterstützen wir sowohl in- als auch extern die wissenschaftliche Forschung zu Smart Beta. Was die Anlagekapazität anbelangt, sind wir Teil des grössten europäischen Asset Managers. Das heisst, wir profitieren von Grössenvorteilen. Das Indexing-Geschäft ist gleichermassen – genau das passive Management skalierbar. Als Anbieter mit sehr grossen Volumen können wir unter anderem bei Brokern tiefe Gebühren aushandeln, von denen letztlich unsere Kunden profitieren.

[1] Quelle: Amundi, Juni 2018

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