Meinungen

Mix and Match

Der SMI hat seit Anfang Jahr rund 12% zugelegt. Die Aktienauswahl wird immer wichtiger. Ein Kommentar von FuW-Chefredaktor Jan Schwalbe.

«Wer erwartet, dass für den Rest des Jahres Monat für Monat ein Return von 5% anfallen wird, hat Scheuklappen auf.»

Von Anfang Jahr bis Ende Januar avancierte der SMI (SMI 9571.22 -0.26%) rund 6%. Das war’s dann wohl für 2019, war von allen Seiten zu hören; jetzt kommt die Korrektur und danach die lange Seitwärtsbewegung. Nur anderthalb Monate später notiert der SMI nochmals über 6% höher. Der Jahreszuwachs in Prozent ist damit bereits zweistellig.

Was heisst das für den Investor, der wieder hört, Aktienanlegern stünden definitiv härtere Zeiten bevor? Grundregel Nummer eins: nicht alles auf eine Karte setzen. Das gilt zwar immer, ist jetzt aber noch wichtiger als sonst. Auf die richtige Mischung kommt es an.

Nach einem steilen Anstieg sind Börsen anfällig für Rückschläge. Es gilt, auf Konzerne mit starker Bilanz und Konjunkturresistenz zu setzen, etwa wie die Pharmagiganten Novartis (NOVN 77.03 -2.17%) und Roche (ROG 263.4 -1.09%), oder Aktien herauszupicken, die aus den verschiedensten Gründen das gewisse Etwas bieten. Aus dem Mid-Cap-Segment gehören Clariant, Dufry und Georg Fischer in diese Kategorie. Auch mit Nestlé (NESN 95.85 0.8%), Straumann (STMN 836.8 0%) und Swiss Life (SLHN 475.4 0.74%) sind Anleger in den nächsten Monaten und darüber hinaus gut positioniert.

Wer erwartet, dass für den Rest des Jahres Monat für Monat ein Return von 5% anfallen wird, hat Scheuklappen auf. Dafür gibt es zu viele Unsicherheiten, angefangen mit dem Handelsstreit USA gegen China über die konjunkturellen Sorgen in Europa bis hin zu den Fragezeichen, was die chinesische Wirtschaft angeht. All diese Probleme sind lösbar. Die US-Wirtschaft wird ein grosses Wahlkampfthema 2020, was für eine Einigung im Handelsstreit spricht, China bereitet eine sanfte Landung vor, und in Europa liegt ebenfalls nicht alles im Argen.

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