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Zum Thema: «Wir werden Mobilezone-Filialen schliessen»

Mobilezone bleibt für konservative Anleger spannend

Der Handyhändler sucht Zuwachs ausserhalb des Stammgeschäfts. Er baut deshalb das Servicegeschäft aus.

Die Zeiten unbegrenzten Wachstums im Smartphone-Segment sind erst einmal zu Ende. Mehr als zwei Drittel der Schweizer besitzen ein Alleskönnerhandy – und da sich die Geräte von Generation zu Generation nur noch geringfügig unterscheiden, behalten die Kunden ihr Handy nun länger als in Vergangenheit. Ob nun ein S4 oder ein S5 von Samsung (Samsung 0 0%), das merken nur noch Spezialisten. Die Folgen bekommen nicht nur die Smartphone-Riesen Samsung und Apple (AAPL 150.56 -1.89%) zu spüren, auch Mobilezone (MOB 14 1.45%) leidet.

Vor zwei Jahren hat der Handyhändler 519’500 Geräte verkauft, im vergangenen Jahr waren es noch 430 997, ein Einbruch von 17%. Der Umsatz im Segment Handel fällt seit drei Jahren, der Betriebsgewinn dort ist im zweiten Jahr rückläufig.

Dabei steigt die Zahl der Mitarbeiter im beratungsintensiven Geschäft deutlich. Kompensieren konnte die Gesellschaft den Rückgang durch den Ausbau des Servicegeschäfts.

Durch die Übernahme des Handyreparaturdienstleisters Mobiletouch vor zwei Jahren und der Reparaturzentren von Canon 2013 wurde das Segment gezielt gestärkt. Inzwischen gibt es neun Help-Center von Mobilezone hierzulande. Zum Segment Service Providing zählt auch TalkTalk. Im vergangenen Jahr kam die Telco-Gesellschaft zu dem Handyhändler. Mit TalkTalk bietet Mobilezone nun selbst Handy-, Festnetz-, TV- und Internetverträge.

Der Beitrag des Service-Providing-Segments zum Unternehmen hat sich deutlich ausgeweitet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stammten bereits 23% des Umsatzes und 38% des Betriebsgewinns aus diesem Bereich.

Das weitgehend ausgebaute Händlernetz gepaart mit den Investitionen in Service sorgt für ein überzeugendes Bild aufseiten der Kapitalkosten. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital liegt laut Informationen von Bloomberg seit Anfang 2005 nun schon deutlich über den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten.

Das Aktionariat von Mobilezone wird geprägt durch die Beteiligungsgesellschaft Patinex von Martin Ebner. Ende 2013 belief sich ihr Anteil auf 26,8%. Die Suche nach neuen Aktionären hat sich für Mobilezone-CEO Markus Bernhard bereits ausgezahlt. Anfang Juli hat die Grapal Holding eine Beteiligung von 3,35% gemeldet. Es handelt sich hierbei um die Gesellschaft des Ex-Bellevue-Bankers Hansjörg Graf.

Attraktiv werden die Papiere durch hohe Ausschüttungen. Die Rendite lag in den vergangenen Jahren stets um 6%. Dieses Mal entschieden sich die Aktionäre für einen Rückkauf. Die Gewinnverdichtung sorgt für ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 für das nächste Geschäftsjahr. Der Bereich Handel bleibt das Sorgenkind. Die Aussichten im Service Providing sind begrenzt. Dank der wohl wieder anstehenden Dividendenzahlung sind Mobilezone für konservative Anleger dennoch einen Blick wert.