Unternehmen / Immobilien

Mobimo verdient weniger

Die Immobiliengesellschaft schliesst das erste Halbjahr wegen eines tieferen Erfolgs im Entwicklungs- und Promotionsgeschäft mit einem Gewinnrückgang ab.

(AWP) Auch wenn das Umfeld nicht zuletzt wegen der gestiegenen Kapitalmarktzinsen und konjunkturellen Schwächezeichen etwas unruhiger geworden ist, sieht sich Mobimo (MOBN 258.00 +0.00%) gut unterwegs in der zweiten Jahreshälfte. Die Immobiliengesellschaft bestätigt daher ihre im Frühjahr gemachten Prognosen. Zudem können die Aktionäre auf eine mindestens stabile Ausschüttung hoffen.

Man könne die im Frühjahr gemachten Prognosen bestätigen, sagte Firmenchef Daniel Ducrey an einer Telefonkonferenz zum Halbjahresergebnis am Freitag. Demnach erwartet Mobimo auch im laufenden Jahr höhere Mieterträge, dies dank der getätigten Zukäufe und dank Mietzinserhöhungen. Die Dividende werde zwar vom Verwaltungsrat festgelegt, aber Mobimo verfolge weiterhin eine stabile Ausschüttungspolitik. Die Aktionäre könnten daher auf eine mindestens stabile Dividende hoffen, signalisierte CEO Ducrey.

Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch

Die steigenden Zinsen dürften sich zwar negativ auf die Bewertungen des derzeit 3,7 Mrd. Fr. grossen Portfolios auswirken. Dieser Effekt dürfte aber durch den positiven Einfluss höherer Mieten auf die Bewertungen kompensiert werden, sagte Ducrey.

Zudem dürfte der Leerstand (aktuell 4,6%) unverändert tief bleiben. Die Nachfrage nach Büroflächen sei intakt, sagte der CEO. Bei Detailhandels- und Gewerbeflächen sei die Situation «etwas herausfordernder».

Die Nachfrage nach Wohnraum sei derweil unverändert hoch. Bei Stockwerkeigentum bestehe gar ein anhaltender Nachfrageüberhang. Hier sei Mobimo mit einer Pipeline in der Höhe von 640 Mio. Fr. gut positioniert. Auch die Entwicklungspipeline für das eigene Portfolio ist mit geplanten 450 Mio. Fr. gut gefüllt. Im Bau sind Projekte für 110 Mio. Fr., wie Ducrey ausführte.

Gut gefüllte Pipelines

Die Pipeline-Entwicklung für Dritte beläuft sich auf 370 Mio. Fr. Aus dem Verkauf dieser Projekte, dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft, erwartet Mobimo weiterhin im Durchschnitt von fünf Jahren einen Gewinnbeitrag von insgesamt 15 bis 20 Mio. Fr.

Das Entwicklungsgeschäft für Dritte sei volatil, sagte Ducrey weiter. So brach der Promotionserfolg im ersten Halbjahr 2022 auf noch 3,8 Mio. Fr. ein. Im Vorjahreszeitraum war dank des Verkaufs eines grossen Projekts ein Gewinn von 54,4 Mio. verbucht worden.

Im Zusammenhang mit dem Mitte Mai angekündigten Rücktritt des Finanzchefs Stefan Hilber sagte der CEO, die Suche laufe. «Wir sind aber mit Jörg Brunner und seinem Team gut aufgestellt.» Brunner hat den Posten des Finanzchef ad Interim übernommen.

Im ersten Halbjahr musste Mobimo wegen des deutlich tieferen Promotionserfolgs einen Gewinnrückgang um 42% auf 39,1 Mio. Fr. verbuchen. Analysten bezeichneten den Halbjahresbericht aber als gut. An der Schweizer Börse legte die Aktie bis am Mittag um 0,4% zu auf 241 Fr.

Die komplette Historie zu Mobimo finden Sie hier.»