Unternehmen / Gesundheit

Molecular Partners bestätigt Erwartungen

Die liquiden Mittel befinden sich auf Vorjahresniveau. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Immunonkologie-Kandidaten weiterentwickelt werden.

(AWP) Molecular Partners (MOLN 17.38 0.58%) (MP) hat per Ende des ersten Halbjahr 2019 liquide Mittel auf Vorjahreshöhe ausgewiesen. Die Erwartungen für die Ausgaben im Gesamtjahr hat das Biotechnologie-Unternehmen bestätigt. Auch im zweiten Semester liegt der Fokus nun auf der Weiterentwicklung der Forschungspipeline.

Konkret erzielte das Unternehmen einen Gesamtertrag von 13,6 Mio. Fr., verglichen mit 9,4 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode. Der Barmittelzufluss betrug 27 Mio. Fr. nach einem Abfluss 19,4 Mio. Fr. im Vorjahr, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte.

Die liquiden Mittel werden per Stichtag mit 123,3 Mio. Fr. ausgewiesen. Im Vorjahr beliefen sich diese auf 122,4 Mio. Fr. MP profitierte von einer Zahlung vom Partner Amgen (AMGN 202.72 -0.41%) in Höhe von 50 Mio. $ im Januar.

Höhere Kosten für operative Tätigkeit

Die Ausgaben für die operative Tätigkeit fielen mit 26 Mio. Fr. etwas höher aus als in der Vorjahresperiode. Dabei stiegen sowohl die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wie auch der allgemeine und administrative Aufwand.

Daraus resultierte ein betrieblicher Verlust von 12,4 Mio. Fr., nach einem Minus von 12,7 Mio. Fr. im Vorjahr. Unter dem Strich wurde ein Reinverlust von 12,7 Mio. Fr. ausgewiesen, nach einem Fehlbetrag von 11,7 Mio. Fr. im ersten Semester 2018.

Mit Blick nach vorne teilte das Unternehmen mit, dass die Kostenprognose für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin bei 60 bis 70 Mio. Fr. liegt. Die Prognose widerspiegle unter anderem die Einstellung der NSCLC-Studie für den Produktkandidaten MP0250. Für das Gesamtjahr werden ausserdem Investitionsausgaben in der Höhe von rund 2 Mio. erwartet.

Weiterentwicklung von Produktkandidaten

Wichtiger als die finanziellen Angaben sind bei MP aber die Fortschritte in der Forschungspipeline. Hier gab das Unternehmen bekannt, dass es in der zweiten Jahreshälfte in der Immunonkologie Kandidaten weiter entwickeln wird, die auf der firmeneigenen DARPin-Technologie basieren.

Ein besonderer Fokus liege auf dem Molekül FAP x CD40, der CD3 DARPin T-Cell-Engager-Plattform sowie auf dem Peptid-MHC-Programm. Das Unternehmen wird dabei weitere Forschungsergebnisse für therapeutische Kandidaten vorstellen, wie es weiter hiess.

Ausserdem erwartet Molecular Partners im zweiten Halbjahr den Beginn der klinischen Phase-1-Studie für den Kandidaten MP0310. Diese wird in Zusammenarbeit mit dem Partner Amgen durchgeführt.

Phase-2-Studie von MP0250 mit Velcade

In der Onkologie möchte das Unternehmen zusätzliche Daten aus der laufenden Phase-2-Studie mit dem Kandidaten MP0250 in Kombination mit Velcade (PI) bei Patienten mit Multiplem Myelom (MM) vorlegen. Ausserdem soll eine weitere Studie der Phase 2 von MP0250 für die gleiche Indikation gestartet werden, jedoch in Kombination mit Pomalidomid (IMiD).

Im Bereich der Augenheilkunde wartet MP nach der Validierung des Antrags für Abicipar durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) auf einen Entscheid der Behörde. Erwartet wird dieser in der zweiten Jahreshälfte 2020.

Die komplette Historie zu Molecular Partners finden Sie hier. »

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