Unternehmen / Gesundheit

Molecular Partners schreibt schwarze Zahlen

Dank einer Zahlung von Novartis für den Coronakandidaten Ensovibep schliesst das Biotech-Unternehmen das Quartal positiv ab.

(AWP) Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners (MOLN 7.28 +3.26%) (MP) hat ein ereignisreiches erstes Quartal 2022 hinter sich. Dank einer Zahlung im Zusammenhang mit einem Lizenzabkommen für den Corona-Kandidaten Ensovibep durch den Pharmariesen Novartis (NOVN 86.70 +1.18%) konnte das Unternehmen erstmals ein Quartal mit einem positiven Resultat abschliessen.

Laut einer Mitteilung von MP vom Donnerstagabend erzielte das Unternehmen hauptsächlich dank der Zahlung durch Novartis Einnahmen von 182,8 Mio. Fr. Auf betrieblicher Stufe ergab sich ein Gewinn von 152,6 Mio. und unter dem Strich blieb ein Gewinn von 153,1 Mio. Fr. Im ersten Quartal des Vergangenen Jahres hatte MP noch einen Verlust von mehr als 18 Mio. eingefahren.

Da das Unternehmen noch keine eigenen Medikamente auf dem Markt hat, «verbrennt» es derzeit noch Geld – zumindest wenn die Finanzspritze des Pharma-Riesen ausser Acht gelassen wird. Entsprechend wichtig sind denn auch die liquiden Mittel. Diese beziffert Molecular Partners auf 296,2 Mio. Fr.

Finanziert bis ins Jahr 2026

Der Mitteilung zufolge sollten diese Mittel reichen, um Projekte bis ins Jahr 2026 zu finanzieren. Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, im laufenden Jahr Kosten zwischen 75 und 85 Mio. Fr. zu haben. Davon seien etwa 9 Mio. Fr. nicht zahlungswirksame Kosten für aktienbasierte Vergütungen, IFRS-Pensionsbilanzierung und Abschreibungen.

Der Kapitalzufluss aus der Novartis-Zahlung will das Unternehmen nun dazu nutzen, seine Strategie weiter zu verfolgen. Das heisst, es sollen Kandidaten priorisiert werden, bei denen DARPins einen Vorteil gegenüber anderen Ansätzen haben. «Wir unterstützen Novartis weiterhin bei den nächsten Schritten für die globale Strategie von Ensovibep, während wir unser internes Portfolio weiterentwickeln und dabei auf der starken klinischen Leistung aufbauen, die unsere DARPins-Kandidaten kontinuierlich gezeigt haben», wird MP-CEO Patrick Amstutz in der Mitteilung zitiert. DARPin-Therapeutika sind multifunktionale Proteinmedikamente. Ein einziger DARPin-Kandidat kann mehr als fünf Zielmoleküle angreifen, wie es in der Mitteilung heisst.

MP hat aber auch in der Onkologie Produktkandidaten in der Pipeline. Aktuell läuft beispielsweise eine Phase-1-Studie mit dem Krebskandidaten MP0317. In die laufende Studie sollen laut der Mitteilung bis zu 30 Patienten in sechs Dosierungskohorten aufgenommen werden. Anschliessend sollen bis zu 15 Patienten in eine Dosis-Erweiterungskohorte aufgenommen werden. MP0317 soll bei Tumor-Patienten eingesetzt werden können. Laut der Mitteilung ist es so konzipiert, dass es eine tumorlokale Immunaktivierung ermöglicht.

Die komplette Historie zu Molecular Partners finden Sie hier. »

Leser-Kommentare

Bruno Anliker 14.05.2022 - 12:04

Die aktuelle Marktkapitalisierung unter dem Eigenkapital UND dem cash Bestand; doch eher speziell