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Monsanto will nicht von Syngenta lassen

Der CEO des US-Konzerns, Hugh Grant, sieht weiterhin eine «wesentliche» Chance in einem Zusammengehen der beiden Wettbewerber.

Der Agrochemiekonzern Monsanto hat immer noch Syngenta im Visier. Monsanto-CEO Hugh Grant bezeichnete am Mittwoch die Bemühungen um eine Fusion der beiden Unternehmen als «schwierig», er sieht aber weiterhin eine «wesentliche» Chance in einem Zusammengehen mit dem Schweizer Wettbewerber.

Wie Grant anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen des weltgrössten Saatgutherstellers sagte, habe man in der jüngsten Vergangenheit allerdings keinen Fortschritt in dieser Sache gemacht. Vergangenen August liess Monsanto ein Kaufangebot von 46,6 Mrd. $ an Syngenta fallen, nachdem die Basler sich strikt geweigert hatten, mit dem US-Konzern zusammenzugehen.

Syngenta befindet sich zurzeit in Gesprächen mit China National Chemical Corporation, die an der Übernahme des Pflanzenschutzherstellers interessiert ist. Dies bestätigte Syngenta-Verwaltungsratspräsident Michel Demaré am 22. Dezember vergangenen Jahres im Interview mit «Finanz und Wirtschaft».

Sparkurs verschärft

Nach der Ankündigung der Grossfusion zwischen DuPont und Dow Chemical steht der Hersteller von genetisch verändertem Mais zusätzlich unter Druck, sich einen Partner zu suchen. Monsanto hatte im November erklärt, auch ein Gebot für Bayer (BAYN 55.52 -3.00%) CropScience zu prüfen. Der deutsche Mutterkonzern schloss einen Verkauf umgehend aus.

Zunächst aber verschärfen die Amerikaner ihren Sparkurs. Monsanto hat am Mittwoch in einer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC die Streichung von 1000 weiteren Stellen weltweit angekündigt. Insgesamt sollen damit bis 2018 3600 Arbeitsplätze entfallen, was 16% der Belegschaft entspricht.

Im ersten Geschäftquartal machte Monsanto einen Verlust von 253 Mio. $, nach einem Gewinn von 243 Mio. $ im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel um fast 23% auf 2,22 Mrd. $.