Unternehmen / Industrie

Montana Aerospace gerät nach Quartalszahlen unter Druck

Analyse | Die Equity Story des Unternehmens steht wegen der Coronapandemie wacklig da, und fortgesetzte Verluste tun dem Aktienkurs ein Übriges.

Die Anleger sind mit Montana Aerospace zunehmend unzufrieden. Bei Vorlage der Halbjahreszahlen im August gab die Aktie gleichentags rund 3% nach, doch die Präsentation der Neunmonatszahlen hatte nun ein Minus von zeitweise über 8% zur Folge. Damit rutscht der Kurs der Titel kontinuierlich in Richtung IPO-Preis ab. Sie waren im Mai 2021 für 25.65 Fr. ausgegeben worden, und die Erstnotiz hatte bei immerhin 29 Fr. gelegen.

Das Unternehmen baut einerseits komplexe Flugzeugteile und liefert andererseits vergleichsweise simple Kupferkomponenten und -drähte für die Herstellung von Hochspannungstransformatoren, -generatoren und -motoren. Während die Equity Story immer das Profitpotenzial der Luft- und der Raumfahrt beschwor, ist bisher das Geschäft mit den Kupferprodukten für die Energiebranche der grösste Umsatzlieferant.

Sparte Aerospace wächst nicht

In den vergangenen neun Monaten erzielte Montana Aerospace ein Umsatzplus von 14,1% auf 548,3 Mio. €. Davon steuerte die Sparte Aerospace 195 Mio. € bei, der Bereich Energie aber 270 Mio. €. Während Aerospace gegenüber dem Vorjahr nochmals Umsatz verlor, legte Energie massiv zu. Immerhin konnte Aerospace im dritten Quartal separat betrachtet den Umsatz um rund 50% steigern. «Das konstante Tempo der Umsatzsteigerung auf Quartalsbasis spiegelt den stetigen Zuwachs an Marktanteilen und die allmähliche Erholung der Märkte in Richtung des Niveaus vor der Covid-19 Krise», teilte das Unternehmen mit.

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