Unternehmen / Industrie

Unsanfte Landung für Montana Aerospace

Analyse | Das erste Halbjahr endet verlustreich. Die Firma hofft auf die Erholung der Luftfahrtbranche, während das Kupferdrahtgeschäft floriert.

Überdurchschnittlich schwach: Das war das Verdikt der Anleger zu den Halbjahreszahlen von Montana Aerospace. Das Unternehmen baut Flugzeugteile und liefert Kupferdraht für elektrische Einrichtungen. Die Aktie verlor in einem nur leicht schwächer tendierenden Gesamtmarkt zeitweise mehr als 3%. Die Gesellschaft meldete eine minimale Umsatzsteigerung auf 348,8 Mio. €, aber auch einen mit 25,7 (Vj: 20,7) Mio. € deutlich ausgeweiteten Verlust für die Berichtsperiode.

 Schwach entwickelte sich vor allem die einst so vielversprechende, namensgebende Aktivität mit der Luftfahrtbranche. Während im ersten Halbjahr 2020 die Abarbeitung bestehender Aufträge den Erlös noch sprudeln liess, fiel der Spartenumsatz mit 116,3 Mio. € nun stolze 27% tiefer aus. Immerhin zieht die Nachfrage seit April wieder an. An dieser Erholung wolle man «überproportional» teilhaben, betont Montana-CEO Markus Nolte.

Kupferdraht verkauft sich blendend

Wesentlich besser verlief das Geschäft mit der Energiebranche. Diese beliefert Montana Tech mit Komponenten und Spezialprodukten aus Kupfer, die in Hochspannungstransformatoren, Generatoren und Motoren Einsatz finden. Der Erlös stieg hier um 26% auf 177,9 Mio. €. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?