Unternehmen / Industrie

Montana gibt Gas, während andere im Krisenmodus stecken

Analyse | Frisches Kapital, neue Fabriken, Dynamik des Aufstrebenden: In einer Branche, die als statisch gilt, hat Montana Aerospace Vorteile.

Montana Aerospace, bis anhin unter Anlegern praktisch unbekannt und auch in der Unternehmenswelt allenfalls Insidern des Flugzeugbaus ein Begriff, kam an der Börse auf Anhieb gut an. Der Emissionspreis konnte dank hoher Nachfrage mit 25.65 Fr. am obersten Rand der Angebotsspanne festgesetzt werden; als sie am 12. Mai erstmals gehandelt wurden, wurde ein Schlusskurs von 34.90 Fr. verzeichnet, 36% über dem IPO-Preis. Gegenwärtig werden Kurse um 31 Fr. bezahlt.

Dabei ist nicht viel über das Unternehmen bekannt. Bankstudien sind noch nicht zugänglich. Im Kotierungsprospekt sind zwar alle Einzelheiten aufgeführt, doch man muss das dreihundertzwanzigseitige Dokument genau studieren, um etwa herauszufinden, dass das Luftfahrtzuliefergeschäft – das als Namensgeber des Unternehmens fungiert – letztes Jahr nur etwa 40% zum Umsatz beigetragen hat.

Nicht alles ist Luftfahrt

Weitere 40% machte das Energiegeschäft aus. Hier wird unter der Marke Asta Kupferwickeldraht für Transformatoren und Generatoren in Kraftwerken hergestellt – mit einer Ebitda-Marge von weniger als 3% (2018 und 2019). Die restlichen rund 20% entfallen auf Alpine Metal Tech, ein Hersteller von Maschinen für die Metall- und Automobilindustrie. Die beiden Firmen wurden erst gegen Ende 2020 in Montana Aerospace eingebracht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?