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Moody’s senkt CS-Ausblick auf negativ

Die Ratingagentur Moody's senkt den Ausblick für Credit Suisse auf negativ – das langfristige Rating bleibt jedoch bei A1.

(AWP) Die Ratingagentur Moody’s hat das langfristige Rating für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten und Einlagen der Grossbank zwar bei ‘A1’ bestätigt, den Ausblick aber auf ‘negativ’ gesenkt.

Die jüngsten Finanzergebnisse seien schwächer als erwartet ausgefallen, begründete Moody’s die Senkung des Ausblicks auf ‘negativ’. Und im Gesamtjahr 2022 werde eine schwache Rentabilität erwartet aufgrund hoher Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und rückläufiger Erträge in der Vermögensverwaltung und in der Investment Bank. Auch im nächsten Jahr 2023 werde die Rentabilität verhalten sein.

Zudem seien Kundenabwanderungen und Beeinträchtigungen des Geschäftsmodells aufgrund der Auswirkungen von Greensill auf die Investment Bank und die Vermögensverwaltung möglich. Ein weiterer Grund sei die Instabilität im Management: Diese könnte zu Verzögerungen bei der Umsetzung des angekündigten Strategieplans führen wegen der grundlegenden Erneuerung des Top-Managements sowie wegen erheblicher Veränderungen im Verwaltungsrat.

Die Bestätigung der ‘A1’-Ratings der CS begründete Moody’s mit der soliden Kapitalisierung und dem starken Liquiditäts- und Finanzierungsprofil der Grossbank. Diese würden dazu beitragen, die Komplexität der laufenden organisatorischen und kulturellen Anpassungen abzufedern, die nach den Affären von Greensill und Archegos nötig seien. Die Umsetzung der Verbesserung der Risikomanagement- und Compliance-Prozesse und -Rahmenbedingungen werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zudem helfe die solide Kapitalisierung der Bank, die finanziellen Belastungen während der laufenden Anpassungen abzumildern. Dies gelte auch für mögliche Kundenabwanderungen und den ramponierten Ruf.

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