Unternehmen / Ausland

Morgan Stanley gibt russische Banklizenz zurück

Konjunkturflaute und Wirtschaftssanktionen belasten das Geschäft der US-Investmentbank in Russland.

Morgan Stanley will ihre russische Bank- und Börsenlizenz zurückgeben, das geht aus dem Jahresbericht der russischen Tochtergesellschaft der amerikanischen Investmentbank hervor. Grund dafür seien die schlechten Bedingungen auf dem russischen Markt.

Die Vermögenswerte der russischen Tochtergesellschaft von Morgan Stanley sind im Vergleich zum Vorjahr regelrecht eingebrochen: Betrugen sie Anfang 2018 noch umgerechnet 481 Mio. Fr., waren es zum Jahresauftakt noch lediglich 152 Mio. gewesen. Gänzlich aus Russland verabschieden will sich Morgan Stanley allerdings nicht.

Keine Banklizenz nötig

Auf Anfrage von «Finanz und Wirtschaft» wollte die Investmentbank den Schritt nicht kommentieren. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass auch künftig eine Präsenz in dem Land unterhalten wird. In welcher Form ist gegenwärtig zwar nicht klar, dafür sei jedoch keine Banklizenz nötig. Anfang 2020 wird sie an die russische Zentralbank zurückgegeben. Danach will Morgan Stanley ­Beratung im Investment- und im Immo­bilienbereich anbieten.

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