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Münchener Rück bestätigt Prognosen

Der deutsche Rückversicherer hat die Hurrikansaison gut weggesteckt. Das Ergebnis für das dritte Quartal liegt über den Erwartungen der Analysten.

(Reuters) Die Münchener Rück (MUV2 194.8 2.07%) hat die Hurrikan-Saison in diesem Jahr glimpflich überstanden. Der weltgrösste Rückversicherer bestätigte am Mittwoch in München seine Erwartung, in diesem Jahr auf einen Gewinn von 2,1 bis 2,5 Mrd. € zu kommen. Nach neun Monaten stehen bereits 2,04 Mrd. € zu Buche, im dritten Quartal lag das Ergebnis mit 483 Mio. € sogar über den Erwartungen der Analysten. «Mit dem guten Quartal sind wir auf dem Weg, unser Gewinnziel für 2018 zu erreichen – trotz der Serie grosser Naturkatastrophen, die auch im vierten Quartal nicht abreisst», sagte Finanzvorstand Jörg Schneider.

Vor einem Jahr hatte eine Serie von Wirbelstürmen und Erdbeben den Gewinn der Münchener Rück auf knapp 400 Mio. € einbrechen lassen, allein im dritten Quartal lief damals ein Verlust von 1,4 Mrd. € auf. Damals kosteten Naturkatastrophen den Konzern binnen drei Monaten fast 3 Mrd. €, in diesem Jahr waren es unter dem Strich nur 505 Mio. €. Das passt noch ins Budget. Der Taifun Jebi und der Hurrikan Florence schlugen jeweils mit rund 300 Mio. € zu Buche. Im Oktober kamen 350 Mio. € durch die Stürme Michael und Trami hinzu.

Dabei macht die Münchener Rück in der Rückversicherung mehr Geschäft als vor einem Jahr. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im dritten Quartal um 4,2%, im Gesamtjahr sollen sie mit 31 Mrd. € am oberen Rand der bisher genannten Erwartungen liegen. Der neue Vorstandschef Joachim Wenning hatte seine Belegschaft aufgerufen, die Geschäftschancen konsequenter auszuschöpfen. Einschliesslich der Erstversicherungstochter Ergo sollen die Beiträge zwischen 48 und 49 Mrd. € liegen.

Bei Ergo läuft es deutlich besser als gedacht. Der Überschuss lag nach neun Monaten mit 359 Mio. € über der bisherigen Prognose für das Gesamtjahr von 250 bis 300 Mio. €. Nun erwartet die Münchener Rück mindestens 350 Mio. €.

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