Unternehmen / Ausland

Munich Re erwartet steigende Preise

Der deutschen Gesellschaft Munich Re zufolge könnten die Rückversicherer im Schaden- und Unfallgeschäft auch 2021 höhere Prämien durchsetzen.

(AWP) Der Rückversicherer Munich Re rechnet im Geschäft mit Erstversicherern in den kommenden Jahren mit einem weiteren Preisanstieg. Nach 2020 könnten die Rückversicherer im Schaden- und Unfallgeschäft auch 2021 und voraussichtlich darüber hinaus höhere Prämien durchsetzen, sagte das zuständige Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Montag in einer Videokonferenz. Als Gründe nannte Jeworrek gestiegene Belastungen durch Naturkatastrophen und von Menschen angerichtete Grossschäden. Zudem gebe es nach mehreren Jahren des Preisverfalls einen Aufholprozess.

Insgesamt dürften die Prämieneinnahmen der Branche im Schaden- und Unfallgeschäft laut Jeworrek in den Jahren 2020 bis 2022 um jährlich 2 bis 4% steigen. Allerdings hält der Manager in manchen Branchen und Segmenten kurz- bis mittelfristig auch einen geringeren Versicherungsbedarf für denkbar. So müssten die von der Corona-Krise schwer getroffenen Fluggesellschaften wegen des Einbruchs im Flugverkehr weniger Maschinen versichern. Versicherer hätten die Prämien der Airlines dem tatsächlichen Risiko angepasst. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?